Bohnensorten unterscheiden sich grundsätzlich in Busch- und Stangenbohnen, wobei es in beiden Gruppen grün-, gelb- und blauhülsige Vertreter gibt. Die blauhülsigen Sorten werden beim Kochen grün. Heute sind fast alle Sorten fadenlos, was die Zubereitung erheblich vereinfacht. Wer die richtige Sorte für seinen Garten findet, kann von Sommer bis Herbst frische Bohnen ernten.
Buschbohnen: Genuegsam und vielseitig
Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus), auch Fisolen genannt, sind genügsamer als Stangenbohnen und kommen ohne Rankhilfe aus. Sie benötigen volle Sonne und gedeihen in nahezu jedem Gartenboden, solange er nicht zu nass ist. Die Direktsaat ins Beet sollte erst dann erfolgen, wenn der Boden sich etwas erwärmt hat und keine Nachtfröste mehr drohen, also ab Mitte Mai. Man sät etwa 3 bis 5 cm tief in Reihen mit einem Reihenabstand von 40 cm und hält in der Reihe einen Abstand von 6 bis 8 cm ein. Eine andere Kulturmethode ist die Horst-Saat: Dabei wird nicht in Reihen, sondern in Horsten mit einem Abstand von 40 x 30 cm ausgesät. Pro Horst legt man 4 bis 6 Samen in einem kleinen Kreis aus. Um die Erntezeit möglichst lang auszudehnen, kann man bis in die erste Juliwoche hinein Folgeaussaaten ausbringen. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen etwa acht Wochen.
Stangenbohnen und Trockenbohnen
Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris var. communis) bringen im Vergleich zu Buschbohnen deutlich höhere Erträge, stellen dafür aber auch höhere Ansprüche an den Boden. Sie bevorzugen lockere, tiefgründige, humose Böden an einem warmen, geschützten, möglichst sonnigen Standort. Als Rankhilfe haben sich Bambus- oder Holzstangen sowie stabile, dünne Metallstangen bewährt. Der Abstand sollte 100 x 40 bis 60 cm betragen. Bis zur Ernte vergehen bei Stangenbohnen 12 bis 16 Wochen. Trockenbohnensorten lässt man ausreifen und erntet die nahrhaften Körner, die sich getrocknet lange als Vorrat halten. Vor der Verwendung werden sie mehrere Stunden eingeweicht. Die meisten Trockenbohnensorten sind nur schwer im Handel zu bekommen und werden vor allem von Liebhabern seltener Gemüsesorten angebaut.
Gärtner Pötschkes Tipp: Lassen Sie Bohnensamen 24 Stunden vor der Aussaat in lauwarmem Wasser vorquellen – das verbessert die Keimrate und beschleunigt den Aufgang.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Busch- und Stangenbohnen?
Buschbohnen wachsen kompakt und brauchen keine Rankhilfe, während Stangenbohnen an Stangen oder Netzen emporklettern und deutlich höhere Erträge liefern. Stangenbohnen stellen höhere Ansprüche an Boden und Standort.
Wie werden Trockenbohnen geerntet und gelagert?
Trockenbohnen lässt man vollständig ausreifen, bis die Hülsen trocken und papierartig sind. Dann werden die Körner herausgelöst und an einem trockenen Ort gelagert. Vor der Verwendung müssen sie mehrere Stunden eingeweicht werden.