Bohnenkraut anbauen: Standort, Pflege und Verwendung

Bohnenkraut anbauen lohnt sich für jeden Kräutergarten: Das auch als Pfefferkraut bekannte Sommer-Bohnenkraut aus dem Mittelmeerraum gedeiht an warmen, sonnigen Standorten und hält neben Bohnen gepflanzt sogar die Schwarzen Bohnenblattläuse fern.

Standort und Aussaat von Bohnenkraut

Bohnenkraut, auch Sommer-Bohnenkraut oder Kölle genannt, stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Familie der Lippenblütler. Das kleine, buschig wachsende, bis zu 40 cm hohe Kraut hat verholzende, verzweigte Stängel mit dunkelgrünen, schmalen Blättern. Die winzigen, weißen oder hell lilafarbenen Blüten erscheinen im Sommer. Bohnenkraut mag warme, sonnige Standorte mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden. Gesät wird im zeitigen Frühjahr ab März unter Glas und in milden Regionen ab April direkt an Ort und Stelle ins Kräuterbeet. Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer, die Saat also nur mit einer sehr dünnen Schicht Erde oder gar nicht bedecken. Das Kraut ist sehr robust und übersteht in der Regel auch Trockenperioden ohne größere Schäden, gedeiht aber besser, wenn man es ab und zu gießt.

Bohnenkraut als Mischkulturpartner bei Bohnen

Neben Bohnen gepflanzt, hält Bohnenkraut die Schwarzen Bohnenblattläuse von den Bohnenpflanzen fern. Diese bewährte Mischkultur wird seit Jahrhunderten im Gemüsegarten praktiziert. Bohnenkraut selbst ist wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge, was die Pflege erheblich erleichtert. Die aromatischen ätherischen Öle des Krauts wirken auf viele Schadinsekten abschreckend. Auch andere Gemüsepflanzen profitieren von der Nachbarschaft mit Bohnenkraut. Im Kräuterbeet macht sich das kompakte Kraut gut als Einfassung oder in Gruppen gepflanzt. Wegen seines feinen Aromas nimmt Bohnenkraut einen Spitzenplatz unter den Küchenkräutern ein, im Volksmund wird es auch Pfefferkraut genannt, da es leicht scharf schmeckt.

Ernte und Verwendung in der Küche

Das aromatische, leicht bitter und scharf schmeckende Kraut macht schwer verdauliche Speisen bekömmlicher. Geerntet werden die jungen Triebe nach Bedarf ab Mai. In der Küche findet Sommer-Bohnenkraut vor allem in Bohnengerichten Verwendung. Es passt aber auch zu anderen Hülsenfrüchten, Wurstbrät, Pasteten und Fleischgerichten. Getrocknet ist es auch Bestandteil von Würzmischungen, doch schmeckt es frisch wesentlich würziger. Als Teeaufguss hat das frische oder getrocknete Kraut eine krampflösende und leicht beruhigende Wirkung. Frisch gepflückte Stängel können problemlos eingefroren werden. Bohnenkraut lässt sich gut trocknen: Schneide die ganzen Pflanzen knapp über dem Boden ab und hänge sie kopfüber in kleinen Büscheln auf, dabei verliert Bohnenkraut kaum an Aroma.

Gaertner Poetschkes Tipp: Pflanze Bohnenkraut direkt neben deine Bohnenpflanzen. Es hält Schwarze Bohnenblattläuse fern und würzt die Ernte gleich mit.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Sommer-Bohnenkraut von Winter-Bohnenkraut?

Sommer-Bohnenkraut ist einjährig und wird ab März ausgesät. Winter-Bohnenkraut ist mehrjährig, etwas robuster und übersteht milde Winter im Freiland. Beide haben ein ähnliches Aroma, wobei Winter-Bohnenkraut etwas kräftiger schmeckt.

Kann man Bohnenkraut auch im Topf auf dem Balkon ziehen?

Ja, Bohnenkraut eignet sich gut für die Topfkultur auf dem Balkon. Wähle einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Kräutererde-Mix. Gieße mäßig und dünge nur bei sehr magerer Erde mit etwas Kompost.

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