Blumenkohl anbauen erfordert etwas Fingerspitzengefühl, da er besonders empfindlich auf Pflegefehler reagiert. Oft bildet sich dann kein schöner, fester Kopf oder die Pflanzen beginnen zu schießen. Mit der richtigen Sortenwahl und den passenden Standortbedingungen gelingt der Anbau aber auch Einsteigern zuverlässig.
Standort, Aussaat und Pflanzung von Blumenkohl
Blumenkohl mag sonnige Standorte und tiefgründige, humose, nährstoffreiche Böden, die ausreichend feucht, aber nicht staunass sein sollten. Vor der Aussaat wird der Boden nicht umgegraben, er muss sich erst gesetzt haben, damit er die schweren Köpfe tragen kann. Für den Anbau wird ab Mitte Februar in Vorkultur unter Glas in Anzuchtschalen ausgesät und der Samen anschließend dünn mit Erde bedeckt. Nach sechs bis acht Tagen keimen die Samen, vorausgesetzt die Aussaat wird gleichmäßig feucht gehalten und die Temperatur sinkt nicht unter 15 Grad Celsius. Für die Sommerernte wird von Mitte April an ausgesät, die Jungpflanzen können dann von Mitte Mai bis Anfang Juni gesetzt werden. Für den Spätanbau mit Ernte im Herbst wird ab Mitte Mai ausgesät und die Setzlinge in der zweiten Junihälfte ausgepflanzt. In Mischkultur kann Blumenkohl sehr gut mit Borretsch, Sellerie, Salaten, Porree, Tomaten, Kartoffeln, Erbsen und Spinat zusammengepflanzt werden.
Pflege und Ernte von Blumenkohl
Moderne Blumenkohl-Sorten sind leichter anzubauen als ältere Sorten und verzeihen so manchen Anbaufehler. Die meisten bilden weiße bis elfenbeinfarbene Köpfe, daneben gibt es aber auch hellgrüne, orangefarbene und violette Sorten. Wie alle Kohlarten hat Blumenkohl einen großen Wasser- und Nährstoffbedarf, deshalb ist es besonders wichtig, auf eine gute Grundversorgung des Bodens zu achten. Am besten arbeitet man schon im Herbst reifen Kompost oder verrotteten Stallmist in den Boden ein. Damit die Köpfe schön weiß bleiben, müssen sie vor praller Sonne geschützt werden. Das erreicht man, indem man die Blätter der Pflanze über dem Kopf zusammenbindet oder bricht. Blumenkohl wird geerntet, wenn der Kopf noch fest und geschlossen ist. Wer die Aussaat zu aufwändig findet, kann auch vorgezogene Setzlinge in Gärtnereien und auf Wochenmärkten kaufen. Ab Mai sollte man Blumenkohl mit Netzen vor der Kohlfliege schützen.
Gärtner Pötschkes Tipp: Binden Sie die Blätter des Blumenkohls über dem Kopf zusammen, sobald dieser sich zu bilden beginnt – so bleibt der Kopf schön weiß und wird nicht durch Sonneneinstrahlung gelb.
Häufig gestellte Fragen
Warum bildet Blumenkohl manchmal keinen schönen Kopf?
Blumenkohl reagiert empfindlich auf Pflegefehler wie ungleichmäßige Wasserversorgung, Nährstoffmangel oder falsche Sortenwahl. Moderne Sorten sind robuster und verzeihen mehr Fehler. Wichtig sind ausreichend Wasser, nährstoffreicher Boden und Schutz vor Schädlingen.
Wie schützt man Blumenkohl-Köpfe vor Vergilbung?
Damit die Köpfe schön weiß bleiben, müssen sie vor praller Sonne geschützt werden. Dazu bindet oder bricht man die Blätter der Pflanze über dem Kopf zusammen, sobald dieser sich zu bilden beginnt. Alternativ gibt es Sorten, die ihre Blätter selbst über den Kopf legen.