Berg-Bohnenkraut anbauen: Winterbohnenkraut im Kräutergarten

Berg-Bohnenkraut anbauen lohnt sich als dauerhafte Alternative zum einjährigen Sommer-Bohnenkraut – die ausdauernde Staude liefert über viele Jahre hinweg aromatische Blätter. Das auch als Winterbohnenkraut bekannte Kraut aus der Familie der Lippenblütler hat verholzende Stängel und dunkelgrüne bis graugrüne Blättchen, die im Sommer von weißen bis helllilafarbenen Blütchen geschmückt werden. Mit dem richtigen Standort ist es pflegeleicht und sehr robust.

Botanik und Eigenschaften des Berg-Bohnenkrauts

Berg-Bohnenkraut (Satureja montana) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist im Gegensatz zum einjährigen Sommer-Bohnenkraut eine ausdauernde Staude. Das kompakt wachsende Kraut hat verholzende Stängel und dunkelgrüne bis graugrüne, längliche Blättchen. Im Sommer erscheinen kleine, weiße bis helllilafarbene Blütchen, die Bienen und andere Insekten anlocken. Als immergrüner Halbstrauch behält Berg-Bohnenkraut auch im Winter sein Laub, sofern die Temperaturen nicht zu extrem werden. Das Aroma ist intensiver und würziger als das des Sommer-Bohnenkrauts und erinnert an eine Mischung aus Thymian und Pfeffer. In der Küche ist es besonders als Begleiter von Bohnengerichten bekannt – daher auch der Name.

Standort, Pflege und Winterschutz

Berg-Bohnenkraut liebt gut durchlässige, trockene, kalkhaltige Böden in voller Sonne. Ein geschützter Standort sorgt dafür, dass die Pflanze gut durch den Winter kommt. In kalten Regionen braucht das immergrüne Kraut in jedem Fall einen Winterschutz in Form einer Reisigabdeckung. Gießen und Düngen ist kaum nötig – Berg-Bohnenkraut ist sehr genügsam und kommt mit wenig Wasser aus. Staunässe verträgt es überhaupt nicht und führt schnell zu Wurzelfäule. Der Rückschnitt erfolgt im Spätsommer nach der Blüte, so bleiben die Pflanzen kompakt und verkahlen nicht von innen. Vermehrt wird Berg-Bohnenkraut durch Aussaat im Frühjahr, durch Stecklinge im Sommer oder durch Teilung älterer Horste im Frühjahr.

Ernte und Verwendung in der Küche

Geerntet werden die frischen Triebspitzen und Blätter von Frühjahr bis Herbst. Das Aroma ist am intensivsten kurz vor und während der Blüte. Für die Vorratshaltung lassen sich die Triebe bündeln und an einem luftigen, warmen Ort trocknen – getrocknetes Berg-Bohnenkraut behält sein Aroma gut. In der Küche ist es der klassische Begleiter von Bohnengerichten aller Art, von grünen Bohnen bis hin zu Eintöpfen mit weißen Bohnen. Es passt aber auch zu Fleischgerichten, Soßen und Marinaden. Heilkundlich wird Berg-Bohnenkraut bei Verdauungsbeschwerden und als krampflösendes Mittel eingesetzt. Im Garten ist es zudem eine wertvolle Bienenweide.

Gaertner Poetschkes Tipp: Schneide Berg-Bohnenkraut im Spätsommer nach der Blüte zurück – so bleiben die Pflanzen kompakt und buschig und treiben im nächsten Frühjahr kräftig aus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Berg-Bohnenkraut und Sommer-Bohnenkraut?

Berg-Bohnenkraut (Satureja montana) ist eine ausdauernde Staude, die mehrere Jahre im Garten bleibt. Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) ist einjährig und muss jedes Jahr neu ausgesät werden. Das Aroma des Berg-Bohnenkrauts ist intensiver und würziger, das des Sommer-Bohnenkrauts etwas milder und feiner.

Wie übersteht Berg-Bohnenkraut den Winter in kalten Regionen?

In milden Lagen ist Berg-Bohnenkraut gut winterhart. In rauen Regionen empfiehlt sich eine Abdeckung mit Koniferenreisig oder Vlies. Wichtig ist vor allem ein gut drainierter Boden, da Staunässe im Winter die Wurzeln schädigt. Im Frühjahr wird die Pflanze zurückgeschnitten, um altes Holz zu entfernen.

Neues Grosses Gartenbuch

Seiten: 325

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