Aubergine anbauen und pflegen

Die Aubergine, auch Eierfrucht oder blaue Tomate genannt, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist eng mit der Tomate verwandt. Ihre violetten Früchte sind nicht nur optisch ein Highlight im Garten, sondern auch kulinarisch vielseitig verwendbar – besonders gebraten oder geschmort entfalten sie ihr volles Aroma.

Standort und Bodenansprüche

Die Aubergine braucht sehr viel Wärme und gedeiht am besten an einem vollsonnigen, geschützten Standort. Der Boden sollte nährstoffreich, warm und gut durchlässig sein. Da sie zur Familie der Nachtschattengewächse gehört und eng mit der Tomate verwandt ist, stellt sie ähnliche Ansprüche an Standort und Boden. Ein warmer, humoser Boden mit guter Wasserspeicherfähigkeit ist ideal. Im Freiland gelingt der Anbau nur in sehr warmen Lagen, daher empfiehlt sich die Kultur im Gewächshaus oder unter Folie, wo die Wärmebedürfnisse der Pflanze optimal erfüllt werden können.

Aussaat und Anzucht

Die Kultur der Aubergine geschieht genauso wie bei der Tomate. Die Aussaat erfolgt ab Februar bis März in Anzuchtschalen bei Temperaturen um 20 bis 25 Grad Celsius. Nach dem Keimen werden die Jungpflanzen pikiert und in Töpfe vereinzelt. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kannst du die vorgezogenen Pflanzen ins Gewächshaus oder an einen warmen, geschützten Platz im Freiland pflanzen. Achte auf einen Pflanzabstand von etwa 50 bis 60 Zentimetern, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können. Wie bei Tomaten ist auch bei Auberginen eine Stütze empfehlenswert, da die Früchte recht schwer werden können.

Pflege, Ernte und Verwendung

Reichliches Gießen und Düngen ist bei der Aubergine unbedingt anzuraten, da sie zu den starkzehrenden Gemüsearten gehört. Versorge die Pflanzen regelmäßig mit Wasser und gib alle zwei Wochen einen organischen Gemüsedünger. Entferne zu dicht stehende Blüten, damit sich die verbleibenden Früchte besser entwickeln können. Acht Früchte pro Pflanze reichen aus, um eine gute Qualität zu erzielen. Sobald die Früchte violett gefärbt und glänzend sind, werden sie geerntet – meist ab August bis Oktober. Die Schale sollte noch fest und prall sein. In gebratenem oder geschmortem Zustand schmecken Auberginen am besten und sind eine köstliche Bereicherung für mediterrane Gerichte.

Gaertner Poetschkes Tipp: Begrenze die Fruchtanzahl auf etwa acht Stück pro Pflanze, indem du überzählige Blüten entfernst. So entwickeln sich größere, aromatischere Früchte, und die Pflanze wird nicht unnötig geschwächt.

Häufig gestellte Fragen

Wann sind Auberginen erntereif und wie erkennt man den richtigen Zeitpunkt?

Auberginen sind erntereif, sobald die Früchte eine kräftige violette Färbung zeigen und die Schale glänzend und prall ist. Drückst du leicht auf die Frucht und sie gibt etwas nach, ist der optimale Erntezeitpunkt erreicht.

Warum braucht die Aubergine so viel Wärme und wie kultiviert man sie richtig?

Die Aubergine stammt ursprünglich aus warmen Regionen und benötigt daher Temperaturen über 20 Grad Celsius für ein gutes Wachstum. Du kultivierst sie am besten wie Tomaten: warm vorziehen, nach den Eisheiligen auspflanzen, reichlich gießen und düngen sowie überzählige Blüten entfernen.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 126

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