Alte Gemüsesorten wiederentdecken: Mairübe, Schwarzwurzel und Palmkohl

Mairübe, Schwarzwurzel, Palmkohl und Haferwurzel – diese Namen klingen nach Omas Garten, aber genau das macht ihren Reiz aus. Alte Gemüsesorten bieten Geschmackserlebnisse, die in modernen Supermarkt-Sorten verloren gegangen sind. Dazu sind sie oft robuster, resistenter gegen Krankheiten und perfekt für den Hausgarten geeignet.

Mairübe und Haferwurzel: Vergessene Wurzelgemüse

Die Mairübe (Brassica rapa subsp. rapa) liefert bereits im Mai die ersten zarten Knollen – süßlich-mild und ideal als Rohkost oder gedünstet. Aussaat ab März direkt ins Beet, Ernte nach nur 6 bis 8 Wochen. Die Haferwurzel (Tragopogon porrifolius) schmeckt ähnlich wie Austern und wird daher auch ‚Austernpflanze‘ genannt. Aussaat im April, Ernte ab Oktober. Beide Arten sind pflegeleicht und kommen mit wenig Düngung aus.

Schwarzwurzel: Der Spargel des kleinen Mannes

Die Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica) wird oft als ‚Winterspargel‘ bezeichnet, weil ihr Geschmack an feinen Spargel erinnert. Sie wird im März oder April gesät und ab Oktober geerntet – je länger sie im Boden bleibt, desto dicker werden die Wurzeln. Die schwarze Schale enthält einen klebrigen Milchsaft – schäle sie unter Wasser und trage Handschuhe. Schwarzwurzeln sind extrem frosthart und können den ganzen Winter über im Beet bleiben.

Palmkohl und weitere Raritäten

Palmkohl (Brassica oleracea var. palmifolia) – auch Toskanischer Kohl genannt – bildet lange, dunkelgrüne, genoppte Blätter an einem aufrechten Stamm und sieht tatsächlich aus wie eine kleine Palme. Er ist extrem winterhart, schmeckt mild-nussig und wird von unten nach oben geerntet. Weitere empfehlenswerte Raritäten: Guter Heinrich (wilder Spinat), Kerbelrübe, Erdmandel und Knollenziest. Saatgut alter Sorten gibt es bei spezialisierten Händlern und Saatgut-Initiativen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Bestelle Saatgut alter Sorten bei gemeinnützigen Saatgut-Initiativen – du erhältst samenfeste Sorten, die du selbst weiter vermehren kannst, und unterstützt die Erhaltung der Sortenvielfalt.

Häufig gestellte Fragen

Wo bekomme ich Saatgut alter Gemüsesorten?

Bei spezialisierten Anbietern, Saatgut-Tauschbörsen und Initiativen wie dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN). Achte auf samenfeste Sorten statt F1-Hybriden.

Sind alte Sorten ertragsärmer als moderne?

Teilweise ja, dafür sind sie oft geschmacksintensiver, resistenter und lassen sich über Saatgut selbst vermehren – langfristig also günstiger und nachhaltiger.

AI-generated content – Gaertner Poetschke Editorial

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