Knackig, gesund und monatelang haltbar: Wurzelgemüse wie Möhren, Sellerie, Pastinaken und Rote Bete gehören zu den dankbarsten Kulturen im Gemüsegarten. Sie versorgen dich vom Frühsommer bis weit in den Winter hinein mit frischen Vitaminen und lassen sich einfacher anbauen, als viele denken.
Vielfalt im Wurzelgemüse-Beet
Möhren und Radieschen, Sellerie und Mairübchen, Zwiebeln und Porree – der Gemüsegarten steckt voller gesunder Köstlichkeiten. Die Zuordnung einer Gemüseart zu einer bestimmten Gruppe ist nicht immer ganz eindeutig. So sieht eine Sellerieknolle zwar aus wie eine Wurzel, ist aber eigentlich ein verdickter Stängel. Spargel wächst zwar unterirdisch, bei den bleichen Stangen handelt es sich in Wirklichkeit aber nicht um Wurzeln, sondern um junge Sprosse. Viel wichtiger ist, dass du weißt, wie die einzelnen Arten angebaut, geerntet, gelagert und verwertet werden.
Säen oder Pflanzen, Lagern und Verwerten
Die meisten Wurzelgemüse lassen sich leicht und preiswert aus Samen heranziehen. Bei manchen ist dazu eine Vorkultur auf dem Fensterbrett oder im Frühbeet nötig – so kannst du unter anderem auch die Ernte deutlich verfrühen. Bei Spargel oder Meerrettich lohnt sich der Kauf von Jungpflanzen bzw. Wurzelabschnitten besonders, da es von der Aussaat bis zur Ernte viel zu lange dauern würde. Fast alle Wurzelgemüse sind gut zu lagern: von ein paar Tagen im Kühlschrank über das Einschlagen in einer Erdmiete im Garten oder in einer mit Sand gefüllten Kiste im Keller bis zum Einfrieren in der Tiefkühltruhe.
Mischkultur und Fruchtfolge
Bei Wurzelgemüse ist die richtige Nachbarschaft genauso wichtig wie beim Menschen: Nur wenn zwei sich verstehen, wird das Zusammenleben auch funktionieren und für beide Seiten lohnend. In den einzelnen Porträts wird immer wieder auf die Mischkultur hingewiesen. Auch die Fruchtfolge spielt eine wichtige Rolle: Viele Wurzelgemüse sollten nicht auf demselben Beet angebaut werden, auf dem im Vorjahr Verwandte aus derselben Pflanzenfamilie standen. So vermeidest du Bodenmüdigkeit und beugst Krankheiten sowie Schädlingen wirkungsvoll vor.
Gaertner Poetschkes Tipp: Manche Wurzelgemüse wie Topinambur oder Knollenfenchel sind weniger bekannt, aber einfach anzubauen und bereichern deinen Speisezettel um ungeahnte Geschmackserlebnisse – probiere es aus!
Häufig gestellte Fragen
Welches Wurzelgemüse ist am einfachsten anzubauen?
Radieschen und Möhren gehören zu den einfachsten Wurzelgemüsen für Einsteiger. Du säst sie direkt ins Freiland, sie wachsen schnell und sind schon nach wenigen Wochen erntereif.
Wie lagere ich Wurzelgemüse am besten?
Die meisten Wurzelgemüse lassen sich gut lagern: im Kühlschrank für einige Tage, in einer mit Sand gefüllten Kiste im kühlen Keller für mehrere Monate oder eingefroren in der Tiefkühltruhe.