Wuehlmaeuse und Feldmaeuse im Garten bekaempfen

Wühlmäuse können jeden Pflanzenfreund zur Verzweiflung treiben. In manchen Jahren vermehren sie sich massenartig und nagen alles kurz und klein, was ihnen zwischen die Zähne gerät.

Wuehlmaeuse von Maulwuerfen unterscheiden

Besonders gern fressen Wühlmäuse an den Wurzeln junger Gemüsepflanzen, an Rosen, Beetpflanzen und Knollen aller Art. Ihre Leibspeise ist Topinambur. Verwechsle Wühlmausgänge nicht mit Maulwurfsgängen: Maulwurfsgänge sind im Querschnitt längs oval und der Gang mündet in der Mitte der Erdhaufen. Die Gänge von Wühlmäusen sind dagegen im Querschnitt hoch oval und der Gang mündet am seitlichen Rand des Erdhaufens. Wühlmäuse meiden offene Flächen und dicke Mulchschichten bieten ihnen Unterschlupf.

Wuehlmaeuse vorbeugen und bekaempfen

Eine sehr empfehlenswerte Vorbeugungsmethode ist es, Pflanzen in Drahtkörbe aus feinmaschigem Hasendraht zu setzen. Für Blumenzwiebeln gibt es auch spezielle Pflanzschalen aus Kunststoff. Pflanze Obstbäume im Frühjahr, so können sie genügend Wurzeln bilden, bevor die Wühlmäuse im Winter einfallen. Halte den Boden locker und zerstöre die Gänge. Natürliche Feinde sind Igel, Greifvögel, Katzen und Schlingnattern. In die Gänge gesteckte Geräte, die unterirdisch Schallwellen erzeugen, vertreiben die Tiere genauso wie in die Gänge gebrachter Knoblauch oder andere stark riechende Pflanzen. Verlassene Maulwurfsgänge solltest du zerstören, da diese gern von Wühlmäusen besiedelt werden.

Gaertner Poetschkes Tipp: Setze gefährdete Pflanzen und Blumenzwiebeln in Drahtkörbe aus feinmaschigem Hasendraht – das ist der sicherste Schutz vor Wühlmäusen.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheide ich Wuehlmaus- von Maulwurfsgaengen?

Maulwurfsgänge sind im Querschnitt längs oval, der Gang mündet in der Mitte des Erdhaufens. Wühlmausgänge sind hoch oval, der Gang mündet am seitlichen Rand.

Welche natuerlichen Feinde haben Wuehlmaeuse?

Igel, Greifvögel, Katzen und Schlingnattern sind natürliche Feinde der Wühlmaus. Wer diese Tiere fördert, hat wirksame Helfer im Garten.

Gaertnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 235

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