Winterharte Blütenstauden: Auswahl und Pflanzung

Blütenstauden überdauern als Wurzelstöcke, Rhizome oder Knollen unter Schnee und Eis und treiben im Frühjahr mit krautartigen Trieben kräftig hervor. Viele erreichen ein jahrzehntelanges Lebensalter und bereichern deinen Garten Jahr für Jahr mit ihrer Blütenpracht, ohne dass du sie neu pflanzen musst.

Lebensdauer und Entwicklung von Stauden

Die Lebensdauer ist bei Stauden unterschiedlich. Viele von ihnen erzielen ein jahrzehntelanges Lebensalter, sodass du viele Jahre Freude an ihnen hast. Es gibt außerdem wintergrüne Stauden, hauptsächlich alpine Polsterpflanzen, deren oberirdische Triebe im Herbst nicht absterben. Auch wenn ein Teil junger Stauden schon reichlich blüht, solltest du deine Erwartungen nicht auf das Jahr der Anpflanzung richten. Viele lassen sich Zeit, und erst nach einigen Jahren entwickeln sie sich zu voller Schönheit.

Verwendung im Garten

In Rabatten, Gruppen und Steingärten, auf Trockenmauern, für Grabbepflanzung und Dauereinfassungen, als Solitärpflanzen und zum Blumenschnitt sowie im Verein mit Gehölzen lassen sich Blütenstauden vielseitig verwenden. Berücksichtige bei der Pflanzung die besonderen Lebensbedingungen der einzelnen Staudenarten. Achte auf die Höhe und Blütezeit, was besonders für die Neuanlage wichtig ist. Pflanze die Stauden nicht einzeln, sondern mehrere der gleichen Sorte in Tuffs, da dann die Farbwirkung weit größer ist.

Pflanzabstand und günstige Pflanzzeiten

Pflanze nicht zu dicht, denn Stauden nehmen mit jedem Jahr an Umfang zu. Bei hohen bis halbhohen Arten rechnet man vier bis fünf Stück je Quadratmeter, bei Polster- und niedrigen Stauden etwa acht Stück je Quadratmeter. Die günstigsten Pflanzzeiten sind die Monate September bis November und von März bis Mai. Wenn du die Pflanzung im späten Herbst vorgenommen hast, gib eine Tannenreisigdecke als Winterschutz, damit die frisch gesetzten Pflanzen nicht durch Frost aus dem Boden gedrückt werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stauden pflanzt man pro Quadratmeter?

Bei hohen bis halbhohen Arten rechnest du vier bis fünf Stück je Quadratmeter. Bei Polster- und niedrigen Stauden sind es etwa acht Stück je Quadratmeter. Pflanze nicht zu dicht, da Stauden mit jedem Jahr an Umfang zunehmen.

Brauchen im Herbst gepflanzte Stauden einen Winterschutz?

Ja, bei später Herbstpflanzung empfiehlt sich eine Abdeckung mit Tannenreisig. Die frisch gesetzten Pflanzen sind noch nicht fest eingewurzelt und könnten durch Frost aus dem Boden gedrückt werden.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 229, 230

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