Weichhautmilben: Befall erkennen und bekaempfen

Mit nur 0,3 mm Groesse sind Weichhautmilben winzige Schaedlinge, die sich bevorzugt in jungen Triebspitzen und Knospen verstecken. Dort saugen sie an den zarten Pflanzenteilen und verursachen Verkrueppelungen, die oft erst spaet bemerkt werden – dann ist der Schaden bereits angerichtet.

Weichhautmilben-Befall erkennen

Den Weichhautmilben ist nur schwer beizukommen. Du kannst sie ohne Vergroesserungsglas kaum sehen, denn sie sind weisslich durchscheinend und nur 0,3 mm gross. Weichhautmilben saugen an jungen Pflanzenteilen und leben sehr versteckt in zarten Bluetenspitzen, Knospen oder unter Blaettern. Die angestochenen und ausgesaugten Pflanzenteile, vor allem junge Blueten, Knospen und Triebspitzen, verkrueppeln schnell, die befallenen Blaetter kraeuseln sich. Weitere Merkmale sind Korkbildungen an der Blattunterseite, Braunfaerbungen und das Absterben der Blueten und Triebspitzen.

Weichhautmilben bekaempfen

Weichhautmilben sind an vielen Pflanzenarten zu finden, sowohl an Zimmerpflanzen als auch im Garten. So sind sie schlimme Feinde fuer Azaleen, Begonien, Alpenveilchen, Efeu, Fuchsien, Gloxinien, Pelargonien und Zinnien. Sie treten dagegen kaum an Obst und Gemuese auf. Wichtigste Massnahme ist, den Befall sofort zu erkennen und die befallenen Pflanzenteile zu entfernen. Staerker befallene Pflanzen solltest du ganz entfernen und vernichten. Lass dich vom Fachmann beraten, es gibt auch umweltvertraegliche Mittel zur Bekaempfung.

Gaertner Poetschkes Tipp: Kontrolliere regelmaessig Triebspitzen und Knospen mit einer Lupe – Weichhautmilben sind mit blossem Auge kaum sichtbar, aber bei genauer Betrachtung fruehzeitig erkennbar.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich Weichhautmilben-Befall?

Verkrueppelte Triebspitzen, gekraeuselten Blaetter, Korkbildungen an der Blattunterseite und absterbende Blueten sind typische Anzeichen fuer Weichhautmilben-Befall.

Welche Pflanzen befallen Weichhautmilben besonders?

Azaleen, Begonien, Alpenveilchen, Efeu, Fuchsien, Gloxinien, Pelargonien und Zinnien sind besonders gefaehrdet. An Obst und Gemuese treten sie kaum auf.

Gaertnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 238

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