Rostkrankheiten bekämpfen: Sporenlager und Spritzmittel

Rostkrankheiten durch Pilze sind an den charakteristischen rostbraunen Sporenlagern auf den Blättern zu erkennen. Frühzeitiges Handeln ist entscheidend, da Spritzmittel nur im frühen Befallstadium wirken.

Wie Rostpilze Pflanzen befallen

Rostkrankheiten sind an den gelblichen bis braunen, auf der ganzen Blattfläche verteilten Flecken zu erkennen. Ihren Namen verdanken sie der rostbraunen Farbe ihrer Sporenlager. Der Pilz wächst in der Pflanze. Bei starkem Befall welken und sterben zuerst die einzelnen befallenen Blätter ab, am Ende geht die ganze Pflanze ein. Rostpilze bilden verschiedene Sporenformen. In den pustelförmigen Sporenlagern unterhalb der Blatthaut auf der Blattoberseite entwickeln sich gelblich-braune Pulversporen, die nach dem Aufplatzen der Pusteln sofort andere Pflanzen befallen.

Bekämpfung und Vorbeugung

Im Fachhandel finden sich Spritzmittel zur Bekämpfung von Rostkrankheiten, die aber nur im frühen Befallstadium erfolgreich wirken. Befallene Pflanzenteile gründlich entsorgen oder verbrennen. Die beste Vorbeugung ist das rigorose Entfernen befallener Pflanzen. Lassen Sie keine Blätter oder befallenen Pflanzenteile auf dem Boden liegen, sondern entfernen und vernichten Sie diese sofort.

Gärtner Poetschkes Tipp: In meinem Gartenkatalog und im Fachhandel finden Sie Spritzmittel zur Bekämpfung von Rostkrankheiten – diese wirken aber nur im frühen Befallstadium. Handeln Sie daher sofort bei den ersten Symptomen.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte ich Spritzmittel gegen Rostkrankheiten einsetzen?

Spritzmittel gegen Rostkrankheiten wirken nur im frühen Befallstadium, wenn erst wenige Pusteln sichtbar sind. Bei starkem Befall sind sie nicht mehr wirksam – dann müssen befallene Pflanzenteile entfernt und vernichtet werden.

Können Rostpilze überwintern und im nächsten Jahr wieder auftreten?

Ja, Rostpilze bilden Dauersporen, die in befallenen Pflanzenresten und im Boden überwintern. Entfernen Sie daher alle befallenen Pflanzenteile im Herbst vollständig und vernichten Sie sie.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 230

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