Vorbeugen statt kurieren: Pflanzenschutz im Gemüsegarten

Im Gemüsegarten gilt: Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, kommt jede Hilfe zu spät. Da Gemüse meist einjährig kultiviert wird, ist bei einem Befall die Ernte des Jahres verloren. Vorbeugung ist daher die wichtigste Pflanzenschutzmaßnahme.

Warum Vorbeugung so wichtig ist

Anders als bei Zierpflanzen erholen sich Gemüsepflanzen nach einem schweren Befall nicht mehr. Die Blätter sind geschädigt, die Früchte verdorben und alles muss entsorgt werden. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an auf vorbeugende Maßnahmen zu setzen.

Vorbeugende Maßnahmen im Überblick

Resistente Sorten wählen, Fruchtfolge einhalten, Pflanzabstände beachten, für gute Luftzirkulation sorgen und regelmäßig kontrollieren – das sind die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Auch die Förderung von Nützlingen und eine ausgewogene Düngung stärken die Widerstandskraft der Pflanzen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Halte die Fruchtfolge im Gemüsegarten konsequent ein – viele Bodenkrankheiten und Schädlinge bauen sich ab, wenn dieselbe Pflanzenart nicht mehrere Jahre hintereinander auf demselben Beet angebaut wird.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Fruchtfolge und warum ist sie wichtig?

Fruchtfolge bedeutet, dass auf einem Beet jedes Jahr andere Gemüsearten angebaut werden. So werden Bodenkrankheiten und Schädlinge, die auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind, ausgehungert.

Welche vorbeugenden Maßnahmen sind im Gemüsegarten am wichtigsten?

Resistente Sorten wählen, Fruchtfolge einhalten, ausreichende Pflanzabstände einhalten, für gute Luftzirkulation sorgen und Pflanzen regelmäßig auf Befall kontrollieren.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 47

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