Die Erdbeere (Fragaria × ananassa) ist nach dem Apfel das beliebteste Obst in Deutschland. Wenn im Frühsommer die leuchtend roten Früchte reifen, sind sie ein echter Sommergruß für jeden Gartenfreund.
Standort und Pflanzung der Erdbeere
Erdbeeren bevorzugen einen sonnigen Standort mit humosem, durchlässigem Boden. Schwere Böden verbesserst du mit Kompost und Sand. Die Hauptpflanzzeit liegt zwischen Ende Juli und September, damit die Pflanzen vor dem Winter gut einwurzeln. Auch eine Frühjahrspflanzung ab März ist möglich, bringt aber im ersten Jahr weniger Ertrag. Setze die Pflanzen so, dass das Herz knapp über der Erdoberfläche liegt. Der Reihenabstand beträgt 60 cm, in der Reihe genügen 25 bis 30 cm.
Pflege, Düngung und Mulch
Halte das Beet unkrautfrei und gieße gleichmäßig, besonders während der Blüte und Fruchtreife. Eine Mulchschicht aus Stroh unter den Pflanzen hält die Früchte sauber und beugt Grauschimmel vor. Im Frühjahr fördert eine Gabe Beerendünger das Wachstum. Nach der Ernte entfernst du altes Laub und überzählige Ausläufer. Erdbeeren sollten alle drei bis vier Jahre an einen neuen Standort umziehen, da der Boden sonst müde wird und der Ertrag nachlässt. Monatserdbeeren tragen von Juni bis Oktober durchgehend.
Ernte und beliebte Sorten
Die Ernte beginnt je nach Sorte Ende Mai und erstreckt sich bis in den Herbst bei immertragenden Sorten. Pflücke die Früchte mit Stiel und Kelch, wenn sie rundum rot gefärbt sind. Einmaltragende Sorten wie Senga Sengana und Korona liefern hohe Erträge im Juni. Immertragende Sorten wie Ostara und Mara des Bois fruchten von Juni bis Oktober. Klettererdbeeren eignen sich für Ampeln und Balkonkästen. Frisch gepflückt schmecken Erdbeeren am besten, lassen sich aber auch einfrieren oder zu Marmelade verarbeiten.
Krankheiten und Schädlinge
Grauschimmel (Botrytis) ist die häufigste Krankheit bei Erdbeeren. Eine Strohmulchschicht und ausreichend Pflanzabstand fördern die Durchlüftung und beugen dem Befall vor. Erdbeermilben verursachen gekräuselte Blätter und kümmerlichen Wuchs – befallene Pflanzen sollten entfernt werden. Schnecken sind besonders in feuchten Jahren ein Problem: Schneckenzäune oder Schneckenkorn schaffen Abhilfe. Verticillium-Welke lässt sich durch Fruchtwechsel und den Anbau resistenter Sorten vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Warum sollten Erdbeeren alle paar Jahre umgepflanzt werden?
Nach drei bis vier Jahren wird der Boden müde, der Ertrag lässt nach und Krankheiten wie Verticillium-Welke nehmen zu. Ein Standortwechsel mit frischer Erde bringt wieder kräftige Pflanzen und reiche Ernten.
Was ist der Unterschied zwischen einmaltragenden und immertragenden Erdbeeren?
Einmaltragende Sorten liefern eine große Ernte im Juni, während immertragende Sorten von Juni bis Oktober durchgehend kleinere Mengen Früchte bilden. Für eine lange Erntesaison kombinierst du am besten beide Typen.