Spinat anbauen ist einfacher als viele denken – das nährstoffreiche Blattgemüse gedeiht von Frühjahr bis Herbst und lässt sich roh wie gekocht genießen. Mit der richtigen Sorte und dem passenden Aussaatzeitpunkt gelingt die Ernte zuverlässig.
Standort, Boden und Aussaat
Spinat (Spinacia oleracea) stellt keine besonderen Standortansprüche, benötigt aber einen sonnigen Platz – nur im Sommer verträgt er Halbschatten besser als pralle Sonne. Der Boden sollte fruchtbar, humos und nicht zu trocken sein. Die Aussaat kann schon früh im Jahr erfolgen, da Spinat nicht kälteempfindlich ist. Du säst ab Ende Februar 1 bis 2 cm tief in Reihen mit einem Abstand von 25 cm. Für zarten Blattspinat säst du in dichteren Reihen von ca. 20 cm, für Babyleaf-Salat von 10 bis 15 cm Abstand. Nach der Aussaat drückst du die Erde gut an, damit der Samen Bodenschluss bekommt, anschließend gut wässern und das Beet gleichmäßig feucht halten. Die Keimdauer beträgt etwa zehn Tage. Ein Folientunnel ermöglicht im Frühling eine frühere Aussaat und verlängert im Herbst die Erntesaison.
Pflege, Vereinzeln und Gießen
Wenn die Spinatpflanzen vier bis sechs Blätter haben, vereinzelst du die Pflanzen auf einen Abstand von etwa 8 bis 10 cm, für Blattspinat auf ca. 7 cm und für Babyleaf-Salat auf 3 bis 5 cm. Die dabei entfernten Pflänzchen kannst du schon als Gemüse zubereiten. Den Boden musst du frei von Unkraut halten und so lange gleichmäßig feucht halten, bis die Pflanzen gut angewachsen sind. Folgeaussaaten mit Früh- und Herbstsorten sind bis April und dann wieder ab August bis in den September möglich. Ganzjahrs- und Sommersorten können durchgehend ausgesät werden, frostharte Herbst- und Wintersorten zur Überwinterung mit Ernte im Frühjahr sogar bis Mitte Oktober.
Mischkultur, Sorten und Ernte
Bei der Mischkultur sind Erdbeeren, Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, Radieschen, Stangenbohnen und Tomaten gute Pflanzpartner. Vermeiden solltest du dagegen Rote Bete und andere Gänsefuß- und Fuchsschwanzgewächse sowie Möhren. Die glattblättrigen Sorten sind meist milder und zarter und eignen sich auch als Babyleaf-Spinat für Rohkostsalate. Krause, dickfleischige Sorten behalten nach dem Kochen einen gewissen Biss. Spinat ist sehr gesund: Er enthält außer Eisen auch andere Mineralstoffe sowie Beta-Carotin und die Vitamine C, B und E. Durch das Kochen oder Blanchieren lässt sich der Säuregehalt reduzieren, die Verwendung von Sahne oder Käse bei der Zubereitung beugt einem durch Oxalsäure hervorgerufenen Kalziummangel vor.
Gärtner Poetschkes Tipp: Im biologischen Landbau wird Spinat als Zwischenfrucht bei Kulturen ausgesät, die von Erdflöhen heimgesucht werden – der Geruch des Spinats soll die Schädlinge vertreiben.
Häufig gestellte Fragen
Wann kann ich Spinat aussäen?
Spinat kannst du ab Ende Februar direkt ins Freiland säen, da er nicht kälteempfindlich ist. Folgeaussaaten sind bis April und wieder ab August bis September möglich. Frostharte Sorten kannst du sogar bis Mitte Oktober aussäen.
Welche Spinatsorten eignen sich für Babyleaf-Salat?
Für Babyleaf-Salat eignen sich besonders glattblättrige Sorten, die mild und zart sind. Sie werden in engeren Reihen von 10 bis 15 cm Abstand ausgesät und jung geerntet. Auch die asiatische Sorte 'Tamura' ist empfehlenswert.