Schottergarten umgestalten: Von der Kieswüste zum lebendigen Garten

Schottergärten sind in immer mehr Bundesländern verboten – und das aus gutem Grund: Sie versiegeln den Boden, heizen sich im Sommer extrem auf, bieten Insekten und Vögeln keinen Lebensraum und sind langfristig nicht einmal pflegeleichter als bepflanzte Flächen, da Unkraut sich auch zwischen Steinen durchsetzt. Die Umgestaltung ist einfacher als gedacht und das Ergebnis überraschend schön.

Rechtslage: Wo sind Schottergärten verboten?

Baden-Württemberg hat 2020 als erstes Bundesland Schottergärten in der Landesbauordnung verboten. Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen-Anhalt und weitere Länder sind gefolgt. Viele Kommunen haben eigene Gestaltungssatzungen, die Schottergärten untersagen. Bestehende Schottergärten müssen in einigen Bundesländern zurückgebaut werden. Informiere dich bei deiner Gemeinde über die geltenden Vorschriften.

In 5 Schritten zum lebendigen Garten

Schritt 1: Schotter und Unkrautvlies vollständig entfernen – das Vlies verhindert jegliches Bodenleben. Schritt 2: Den verdichteten Unterboden auflockern und mit Kompost und Sand mischen. Schritt 3: Die obersten 10 Zentimeter gut durchmischen und fein harken. Schritt 4: Trockenheitsresistente Wildstauden pflanzen – der magere Boden ist perfekt für Lavendel, Thymian, Fetthenne und Schafgarbe. Schritt 5: Wildblumen einsäen und dünn mit Kies mulchen – so entsteht ein blühendes Kiesbeet, das pflegeleicht und ökologisch wertvoll ist.

Pflegeleichte Alternativen zum Schottergarten

Kiesbeete mit trockenheitsverträglichen Stauden sind die natürliche Nachfolge: Sie sehen ähnlich strukturiert aus, leben aber und brauchen kaum Pflege. Bodendecker wie Teppichthymian und Mauerpfeffer füllen Flächen dauerhaft. Für größere Bereiche eignet sich eine magere Wildblumenwiese, die nur zweimal im Jahr gemäht wird. All diese Optionen sind pflegeleichter als ein Schottergarten, der regelmäßig von Unkraut befreit und vom Laubbläser gereinigt werden muss.

Gaertner Poetschkes Tipp: Verwende den entfernten Schotter nicht als Abfall, sondern als Drainage-Material unter deinem Hochbeet oder als Unterbau für Gartenwege – so sparst du Entsorgungskosten.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich meinen bestehenden Schottergarten zurückbauen?

Das hängt vom Bundesland und der Kommune ab. In einigen Regionen besteht eine Rückbaupflicht für nach dem Verbot angelegte Schottergärten. Informiere dich bei deiner Gemeindeverwaltung.

Ist ein Schottergarten wirklich pflegeleichter?

Nein – Unkraut wächst auch zwischen Steinen, Laub muss entfernt werden und das Vlies zersetzt sich nach einigen Jahren. Ein bepflanztes Kiesbeet mit Bodendeckern braucht langfristig weniger Pflege.

AI-generated content – Gaertner Poetschke Editorial

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