Rosenkohl anbauen: Pflanzung, Pflege und Ernte nach dem Frost

Rosenkohl anbauen gelingt mit dem richtigen Timing: Er zählt zu den ausgesprochenen Nachfruchtpflanzen, die bis spätestens zum 10. Juni auf abgeerntete Beete gebracht werden. Er braucht etwa 20 bis 25 Wochen bis zur Ernte und verträgt bis zu 15 °C Kälte. Am besten schmecken die Röschen, wenn sie ein paarmal tüchtig durchgefroren sind.

Pflanzung und Pflanzabstand von Rosenkohl

Rosenkohl zählt zu den ausgesprochenen Nachfruchtpflanzen, die bis spätestens zum 10. Juni auf abgeerntete, also früh geräumte Beete gebracht werden. Je nach Witterung braucht er 6–7 Wochen, ehe er von der Aussaat an gerechnet pflanzfertig ist. Anfang Mai wäre der letzte Aussaattermin. 50 × 50 cm Platz braucht er immer, auch wenn er zwischen Salat oder Gurken als Zwischenfrucht gepflanzt wird. Zu enge Pflanzung führt bestimmt zu einer Missernte. Er braucht immerhin etwa 20 bis 25 Wochen, bis er erntereif ist.

Pflege und Spitze brechen im Herbst

Da Rosenkohl bis zu 15 °C Kälte vertragen kann, wächst er im Spätherbst noch recht gut. Bei später Pflanzung bricht man im September die Spitze heraus, damit die Pflanze alle Kraft zur Rosenbildung verwenden kann. Wer die Blätter zu Futterzwecken abbricht, schadet sich selbst. Gib ihm nach Regenwetter etwas Pflanzenfutter. Pro Quadratmeter kann man mit 1–3 kg Ernte je nach den Bodenverhältnissen rechnen. 100 g Rosenkohl enthalten 32 Kalorien und die wichtigen Vitamine A, B1, B2, C und E.

Ernte und Lagerung von Rosenkohl

Am besten schmecken die Röschen immer, wenn sie ein paarmal tüchtig durchgefroren sind. Man kann den Rosenkohl den ganzen Winter über direkt vom Beet holen, auch wenn es kalte Finger gibt. Wer ihn einschlagen möchte, kann Wurzeln und Blätter etwas stutzen. Rosenkohl ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und besonders in der kalten Jahreszeit ein wertvolles Gemüse. Er kann gedünstet, gekocht oder als Beilage zu Fleischgerichten serviert werden. Frisch geerntet nach dem Frost schmeckt er am aromatischsten.

Häufig gestellte Fragen

Warum schmeckt Rosenkohl nach dem Frost besser?

Frost wandelt einen Teil der Stärke in Zucker um, was den Geschmack milder und aromatischer macht. Rosenkohl, der mehrmals durchgefroren ist, gilt als besonders wohlschmeckend.

Wann bricht man die Spitze beim Rosenkohl heraus und warum?

Im September bricht man die Spitze heraus, damit die Pflanze alle Kraft in die Rosenbildung steckt. Das führt zu gleichmäßig großen, festen Röschen und einer besseren Ernte.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 60

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