Radicchio anbauen: Italienische Salatspezialität

Mit seinen leuchtend roten Blättern und dem charakteristisch herben Geschmack bringt Radicchio italienisches Flair in den Herbstgarten. Die festen Köpfe dieser Salatspezialität kannst du vom Herbst bis in den Frühwinter ernten – ganz ohne aufwendiges Bleichen.

Eigenschaften und Verwendung

Radicchio ist bedingt frosthart und kann vom Herbst bis in den Frühwinter geerntet werden. Wenn du ihn wegen der Bitterstoffe nicht pur genießen möchtest, kannst du ihn in kleinen Mengen mit anderen Salaten mischen. Durch seine Bitterstoffe wirkt Radicchio appetitanregend und verdauungsfördernd. Die charakteristischen roten Blätter bilden feste Köpfe, die sich hervorragend für herbstliche Salatkompositionen eignen und auch optisch ein echter Hingucker auf dem Teller sind.

Aussaat und Anbau

Radicchio hat die gleichen Standortansprüche wie Chicorée. Die Aussaat erfolgt von Ende Mai bis Ende Juli direkt im Freiland. Bei modernen Sorten entwickelt sich der typische rote Kopf direkt im Herbst zwischen den losen Umblättern – das frühere Abschneiden der Blätter ist nicht mehr nötig. Wähle einen sonnigen Standort mit humoser, durchlässiger Erde. Die Pflanzen benötigen ausreichend Platz, damit sich die Köpfe gut entwickeln können.

Gaertner Poetschkes Tipp: Radicchio ist recht kältetolerant – je später im Herbst du erntest, desto intensiver wird die rote Farbe der Blätter.

Häufig gestellte Fragen

Wann wird Radicchio geerntet?

Je nach Sorte kannst du von Oktober bis Dezember ernten. Radicchio ist kältetolerant – Frost intensiviert sogar die rote Farbe der Blätter.

Wie mildere ich den bitteren Geschmack von Radicchio?

Mische Radicchio in kleinen Mengen mit anderen Salaten. Durch Blanchieren oder kurzes Anbraten werden die Bitterstoffe ebenfalls reduziert, was den Geschmack milder macht.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 82

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