Porree-Sorten: Sommer-, Herbst- und Winterporree im Vergleich

Porree-Sorten unterscheiden sich grundlegend in Sommer-, Herbst- und Wintersorten. Fast ein Dreivierteljahr kann man Porree ernten – Winterporree versorgt uns in der kalten Jahreszeit mit frischen Vitaminen, wenn kaum anderes Gemüse verfügbar ist. Mit dem richtigen Sortenmix ist eine Ernte von Juli bis ins Frühjahr möglich.

Sommer- und Herbstporree: Sorten und Ernte

Sommerporree hat dünnere Schäfte und wird je nach Aussaattermin schon ab Juli geerntet. Er ist weniger frosthart als Herbst- und Wintersorten und sollte vor dem ersten Frost geerntet werden. Herbstporree ist kräftiger und wird von September bis in den Winter hinein geerntet. Er verträgt leichte Fröste und kann noch einige Wochen auf dem Beet bleiben. Damit die Schäfte des Porrees schön weiß bleiben, häufelt man die Pflanzen einige Zentimeter hoch mit Erde an. Porree lässt sich nach der Ernte nicht gut lagern – im Kühlschrank hält er zwar ein paar Tage, es ist aber immer besser, ihn je nach Bedarf frisch vom Beet zu ernten. Man kann Porree natürlich auch einfrieren: Dazu putzt, schneidet und blanchiert man die Stangen vorher. In der Tiefkühltruhe hält sich Porree dann zehn bis zwölf Monate.

Winterporree: Frosthart und vitaminreich

Winterporree ist voll frosthart und kann auf dem Beet überwintern. Er füllt die Erntelücke zwischen den letzten Blattgemüsen im Herbst und den ersten Salaten im Frühjahr. Wintersorten müssen vor dem Eintritt der ersten strengen Fröste etwas höher angehäufelt und zusätzlich mit einer Abdeckung aus Reisig oder Vlies geschützt werden. Ein Folientunnel über den Pflanzen erfüllt den gleichen Zweck. Nur in sehr schneereichen Gegenden und solchen mit lang anhaltenden Frostperioden sollten die Stangen vor Einbruch des Winters geerntet und im Frühbeet oder Keller in Sand eingeschlagen werden. Porree kann von den gleichen Krankheiten und Schädlingen wie Zwiebeln und Knoblauch befallen werden. Vorbeugend wirken die Mischkultur und ausreichend weite Pflanzabstände sowie das Vermeiden von frischem Mist als Dünger.

Gärtner Pötschkes Tipp: Kombinieren Sie Sommer-, Herbst- und Wintersorten – so können Sie von Juli bis ins Frühjahr kontinuierlich frischen Porree ernten, ohne lange Erntelücken.

Häufig gestellte Fragen

Kann Porree eingefroren werden?

Ja, Porree lässt sich gut einfrieren. Dazu putzt, schneidet und blanchiert man die Stangen vorher. In der Tiefkühltruhe hält sich Porree zehn bis zwölf Monate. Für die Zubereitung lässt man ihn nicht auftauen, sondern verwendet ihn tiefgefroren.

Wie schützt man Winterporree vor starkem Frost?

Wintersorten werden vor dem ersten strengen Frost etwas höher angehäufelt und zusätzlich mit Reisig oder Vlies abgedeckt. Ein Folientunnel erfüllt den gleichen Zweck. In sehr schneereichen Regionen empfiehlt es sich, den Porree vor dem Winter zu ernten und im Keller in Sand einzuschlagen.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 246

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