Blattwanzen an Gemuese und Beerenobst bekaempfen

Blattwanzen machen nicht nur vor Zierpflanzen halt – auch dein Gemuese und Beerenobst steht auf ihrem Speiseplan. Bei hoeheren Temperaturen und Sonnenschein werden die kleinen Insekten besonders aktiv und breiten sich rasant aus.

Blattwanzen an Gemuese und Obst erkennen

Blattwanzen kommen an Blumen, aber auch an Gemuese, Obst und Beerenobst vor. Einige Wanzenarten haben sich auf eine Pflanzenart spezialisiert, andere wechseln haeufig die Wirtspflanze. Befallen werden Sommerastern, Dahlien, Chrysanthemen und Strohblumen, aber auch Rosen und Hortensien. Du findest sie an Apfelbaeumen, Stachel- und Johannisbeerpflanzen. Blumenkohl und Sellerie sind bei Wanzen sehr beliebt. Du erkennst den Befall an kleinen gelblichen Saugstellen, die sich spaeter braun verfaerben. Die Pflanzen verkrueppeln und Bluetenansaetze werden dabei mitvernichtet.

Blattwanzen bekaempfen

Vorbeugend kannst du kaum etwas tun, da die Tiere aus der weiteren Umgebung einwandern. Wichtig ist, die Pflanzen genau zu beobachten und bei einem Befall sofort Gegenmassnahmen zu ergreifen. Wer auf Spritzmittel verzichten moechte, kann sich darauf beschraenken, die Tiere fruehmorgens einzusammeln, wenn sie von der kuehlen Nacht noch starr und unbeweglich sind. Weitere Massnahmen sind in der Regel nicht notwendig. Raubwanzen werden in Gewaechshaeusern eingesetzt und helfen als natuerliche Fressfeinde, verschiedene Schaedlinge zu dezimieren.

Gaertner Poetschkes Tipp: Sammle Blattwanzen fruehmorgens ab, wenn sie noch kalt und unbeweglich sind – das ist die einfachste und chemiefreie Methode der Bekaempfung.

Häufig gestellte Fragen

Welches Gemuese befallen Blattwanzen besonders?

Blumenkohl und Sellerie sind bei Blattwanzen sehr beliebt. Auch Stachel- und Johannisbeerpflanzen sowie Apfelbaeume werden haeufig befallen.

Koennen Raubwanzen gegen Blattwanzen eingesetzt werden?

Raubwanzen sind gezielt nur in Wintergaerten und Gewaechshaeusern einsetzbar. Im Freiland bekaempfen sie Schaedlinge bei weitem nicht so effektiv wie in geschlossenen Raeumen.

Gaertnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 244

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