Die Pastinake ist ein winterhartes Wurzelgemüse mit würzig-süßlichem Geschmack und weißem Fleisch. Sie bereichert den Speisezettel im Winter und ist nahrhafter als Kohlrabi oder Kohlrüben. Mit den Vitaminen A und B1 ausgestattet, lohnt sich der Anbau dieses unterschätzten Gemüses in jedem Garten.
Standort und Bodenvorbereitung
Die Pastinake bevorzugt einen lockeren, tiefgründigen und nährstoffreichen Boden in voller Sonne. Bereite den Boden gut vor und gib Pflanzenfutter-Fruchtgarten als Düngung. Die Pastinake ist winterhart und kann problemlos im Freien bleiben. Willst du Pastinaken einwintern, machst du es ebenso wie bei Möhren. Das Kraut wird bei der Ernte abgeschnitten und kann an Kleinvieh verfüttert werden. Die Rüben werden gleich den Möhren im Frühjahr gerne von Kaninchen gefressen.
Aussaat und Anbau
Die Saatzeit ist März bis April. Säe mit einer Saatweite von 30 cm und vereinzele die Pflanzen in den Reihen auf 15 cm. Die Keimzeit beträgt etwa drei Wochen, die Wachstumszeit circa 170 Tage. 1 g Saatgut enthält etwa 220 Körner. Als beste Sorte gilt die „Halblange“. Achte auf gleichmäßige Feuchtigkeit während der Keimphase, damit die Samen zuverlässig auflaufen. Die Pastinake ist pflegeleicht und benötigt nach dem Vereinzeln nur regelmäßiges Gießen und gelegentliches Hacken zur Unkrautbekämpfung.
Ernte, Lagerung und Verwendung
Die Ernte erfolgt ab Oktober bis in den März hinein. Die Pastinake schmeckt würzig-süßlich und kann vielseitig in der Küche verwendet werden. Du kannst sie wie Petersilie zum Würzen von Soßen nutzen oder als Gemüse zubereiten. Für Pastinakengemüse schabst und wäschst du die Wurzeln, schneidest sie in fingerlange Stücke und kochst sie in Wasser oder Fleischbrühe unter Beigabe von etwas Fett. Du kannst sie auch wie Schwarzwurzeln mit holländischer Soße zubereiten oder mit holländischer Soße zu Salzkartoffeln reichen. Für Pastinakensalat kochst du die Wurzeln in Salzwasser gar, schneidest sie in kleine Stücke und machst sie mit Essig, Pfeffer, Öl, Salz und etwas Zwiebel an. Ziehen lassen und servieren.
Gaertner Poetschkes Tipp: Lass die Pastinaken ruhig den ersten Frost abbekommen – dadurch wird ihr Geschmack noch süßer und aromatischer. Du kannst sie den ganzen Winter über bei Bedarf frisch aus dem Boden ernten.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird die Pastinake in der Küche verwendet?
Die Pastinake schmeckt würzig-süßlich und kann wie Petersilie zum Würzen von Soßen verwendet werden. Sie wird wie Möhren gekocht, mit holländischer Soße zu Salzkartoffeln gereicht oder als Gemüse in Wasser oder Fleischbrühe zubereitet. Auch als Salat mit Essig, Öl und Gewürzen ist sie köstlich.
Welche Nährwerte hat die Pastinake im Vergleich zu anderen Gemüsesorten?
Die Pastinake ist ein nahrhaftes Gemüse mit mehr Nährwerten als Kohlrabi und Kohlrüben. Sie enthält die Vitamine A und B1 und ist damit besonders wertvoll für die Winterernährung.