Butterkopfsalat: Empfehlenswerte Sorten und Pflege

Butterkopfsalate überzeugen mit butterweichen, zarten Blättern und dicht gefüllten Köpfen, die sich im Mund fast auflösen. Mit der richtigen Sortenwahl kannst du vom Frühjahr bis in den Herbst hinein knackig-frischen Salat aus deinem eigenen Garten ernten.

Aussaat und Pflege

Bei Aussaaten in der sommerlichen Hitze keimt Salat nur langsam und unregelmäßig, da sein Keimoptimum bei kühlen, wechselnden Temperaturen unter 20 °C liegt. Bewährt hat sich das Schattieren der Beete bis zur Keimung, zum Beispiel mit einem Vlies oder Schattiergewebe. Vorgezogene Salatsämlinge solltest du vier Wochen nach der Aussaat auspflanzen, wenn sie mindestens vier bis fünf Blätter entwickelt haben. Achte dabei auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, damit die Köpfe sich gut entwickeln können und Luft zirkuliert.

Schädlinge und Krankheiten

Schnecken sind der größte Feind des Salats und können ganze Beete über Nacht kahlfressen. Blattläuse können ebenfalls lästig werden und dringen bis in die Salatherzen vor, wo sie sich nur schwer bekämpfen lassen. Braunlaubige Sorten werden seltener von Blattläusen heimgesucht und sind daher eine gute Wahl. Echter und Falscher Mehltau können auftreten, besonders bei feuchter Witterung. Morgens gießen beugt einem Befall vor, da die Blätter über den Tag abtrocknen können und Pilzsporen sich nicht so leicht ansiedeln.

Gaertner Poetschkes Tipp: Setze Salatsetzlinge so hoch, dass der Wurzelballen etwas über die Erdoberfläche heraussteht – das verhindert Fäulnis am Stängelgrund und schützt vor Schneckenfraß.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist Butterkopfsalat erntereif?

Butterkopfsalat ist erntereif, wenn der Kopf fest und gut gefüllt ist. Je nach Sorte und Jahreszeit dauert das 6 bis 10 Wochen nach der Aussaat. Warte nicht zu lange, sonst schießt der Salat und wird bitter.

Wie verhindere ich Blattlausbefall bei Salat?

Braunlaubige und rotlaubige Sorten werden seltener befallen. Fördere Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen durch Blühstreifen. Spritzen mit Insektiziden ist nicht empfehlenswert, da Rückstände im Salat verbleiben.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 65

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