Der Januar ist die Zeit der Ruhe im Obstgarten – doch ganz untätig bleiben solltest du nicht. Jetzt schützt du deine Bäume vor Frostrissen durch einen Weißanstrich der Stämme und bewahrst sie vor hungrigen Wildtieren. Auch die Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten bei Steinobst steht auf dem Programm, bevor die Vegetation erwacht.
Hintergrund und Bedeutung
Pfirsich- und Aprikosenbäume behandelst du vor dem Anschwellen der Knospen mit einem zugelassenen Fungizid oder Pflanzenstärkungsmittel gegen die Kräuselkrankheit. Diese vorbeugende Maßnahme ist entscheidend, da die Pilzsporen bereits jetzt aktiv werden. Beerensträucher kannst du jetzt auslichten, vorjährige, abgeerntete Himbeerruten schneidest du bodeneben zurück, falls du das noch nicht erledigt hast. Der Winterschnitt fördert die Vitalität und sorgt für eine reiche Ernte im kommenden Jahr.
Maßnahmen und Tipps
An Südwänden gezogenes Spalierobst schützt du bei starker Sonneneinstrahlung und frostigen Nächten mit Vlies oder Jute. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht können sonst zu Frostrissen führen. Eingelagertes Obst kontrollierst du regelmäßig auf Schädlingsbefall und Fäulnis und lüftest die Lager an frostfreien Tagen gründlich. So verhinderst du, dass sich Fäulnis ausbreitet und deine Vorräte verdirbt. Baumstämme versorgst du jetzt mit einem Weißanstrich, der vor Frostrissen schützt, und sicherst deine Bäume gegen Wildverbiss mit geeigneten Schutzmaßnahmen wie Drahtgittern oder Manschetten.
Gaertner Poetschkes Tipp: Streiche die Stämme deiner Obstbäume an einem frostfreien, trockenen Tag mit Kalkfarbe weiß. Der helle Anstrich reflektiert die Wintersonne und verhindert, dass sich die Rinde tagsüber zu stark erwärmt und nachts wieder einfriert – so beugst du schmerzhaften Frostrissen vor.
Häufig gestellte Fragen
Warum brauchen Obstbäume im Januar einen Weißanstrich?
Der weiße Kalkanstrich reflektiert die Wintersonne und verhindert starke Temperaturschwankungen in der Rinde. So schützt du deine Bäume vor Frostrissen, die entstehen, wenn sich die Rinde tagsüber erwärmt und nachts wieder gefriert.
Wann spritze ich Pfirsich und Aprikose gegen die Kräuselkrankheit?
Die Behandlung erfolgt im Januar, bevor die Knospen anschwellen. Du verwendest ein zugelassenes Fungizid oder Pflanzenstärkungsmittel, da die Pilzsporen bereits jetzt aktiv sind und nur eine vorbeugende Spritzung die Infektion verhindert.