Nektarine anbauen: Standort, Sorten und Pflege

Die Nektarine ist eine glattschalige Variante des Pfirsichs und begeistert mit intensivem Aroma und knackigem Fruchtfleisch. An einem sonnigen, warmen Standort kannst du mit robusten Sorten und dem richtigen Schnitt reiche Erträge im Hausgarten erzielen – selbst in kühleren Regionen, wenn du sie als Fächerspalier an einer Südwand erziehst.

Standort und Ansprüche der Nektarine

Nektarinen sind wie Pfirsiche wärmeliebend und benötigen einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Ideal ist eine Südwand, die die Wärme speichert und die Früchte besser ausreifen lässt. Der Boden sollte tiefgründig, nährstoffreich und gut durchlässig sein – Staunässe vertragen Nektarinen überhaupt nicht. In kälteren Regionen empfiehlt sich die Erziehung als Fächerspalier an einer Südwand. Nektarinen blühen früh im Jahr und sind daher durch Spätfröste gefährdet. Ein geschützter Standort und gegebenenfalls ein Vliesschutz während der Blüte können helfen, Frostschäden zu vermeiden. Im Vergleich zum Pfirsich sind Nektarinen etwas anfälliger für Pilzkrankheiten, da die glatte Schale weniger Schutz bietet.

Nektarine schneiden und vor Schädlingen schützen

Nektarinen tragen ihre Früchte an einjährigen Trieben, weshalb ein regelmäßiger Schnitt besonders wichtig ist. Dabei werden alte, abgetragene Triebe entfernt und durch junge Neutriebe ersetzt. Den Schnitt führst du am besten im Frühjahr nach der Blüte oder im Sommer nach der Ernte durch. Wie beim Pfirsich ist die Kräuselkrankheit auch bei Nektarinen eine häufige Pilzkrankheit. Vorbeugend hilft ein Spritzen mit einem zugelassenen Fungizid oder Pflanzenstärkungsmittel vor dem Anschwellen der Knospen im Frühjahr. Auch die Pfirsichblattlaus kann Nektarinen befallen. Die Ernte erfolgt je nach Sorte von Juli bis September, wenn die Früchte sich leicht vom Baum lösen lassen und aromatisch duften.

Gaertner Poetschkes Tipp: Erziehe deine Nektarinen an einer Südwand als Fächerspalier – so profitieren die wärmeliebenden Früchte von der gespeicherten Wärme der Wand und reifen deutlich besser aus.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Nektarine und Pfirsich?

Die Nektarine ist eine glattschalige Variante des Pfirsichs. Ihr Fruchtfleisch ist etwas fester und aromatischer als das des Pfirsichs. Im Anbau sind beide Obstarten sehr ähnlich.

Sind Nektarinen anfälliger für Krankheiten als Pfirsiche?

Nektarinen sind etwas anfälliger für Pilzkrankheiten wie die Kräuselkrankheit, da ihre glatte Schale weniger Schutz bietet. Vorbeugend hilft ein Spritzen mit einem Pflanzenstärkungsmittel im Frühjahr.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch Band III – Obst

Seiten: 77, 78

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