Saubere Schnitte sind das A und O für gesunde Obstbäume – und die gelingen nur mit dem richtigen Werkzeug. Zur Grundausstattung gehören Gartenschere, Astschere, Säge und ein scharfes Gärtnermesser. Nur mit hochwertigem Werkzeug macht die Arbeit wirklich Spaß und geht leicht von der Hand.
Grundausstattung: Scheren, Sägen und Messer
Für einen gelungenen Gehölzschnitt ist vor allem das richtige Werkzeug entscheidend. Zur Grundausstattung gehört zunächst eine Gartenschere, die es auch speziell für Linkshänder gibt. Für stärkere Zweige ab etwa 2 cm Dicke benötigst du eine Astschere, für Äste ab 4 cm Dicke eine Schwertsäge (sogenannter Fuchsschwanz). Für starke Äste empfiehlt sich eine Bügelsäge mit verstellbarem Blattwinkel. Ausgefranste Schnittstellen werden mit einem scharfen, einklappbaren Gärtnermesser mit gebogener Klinge, der sogenannten Hippe, sauber geglättet. Bei den Scheren kannst du zwischen normalen Modellen und solchen mit Ratschenautomatik wählen, die den Kraftaufwand deutlich vermindern. Scheren mit Teleskopgriffen machen bei nicht zu hohen Bäumen eine Leiter überflüssig. Für den Schnitt höherer Bäume ist eine stabile, standfeste und nicht zu schwere Leiter unerlässlich. Beim Kauf solltest du unbedingt auf Qualität achten – hochwertiges Werkzeug hält länger und liefert bessere Schnittergebnisse.
Schnittwunden richtig versorgen
Nach dem Schnitt entstehen Wunden, die je nach Größe unterschiedlich behandelt werden sollten. Kleine Wunden unter 3 cm Durchmesser verheilen in der Regel von selbst und ohne größere Komplikationen. Größere Schnittstellen kannst du mit einem Wundverschlussmittel versorgen, zum Beispiel einem Baumwachs. Dieses wird mit einem Pinsel gleichmäßig über die gesamte Schnittstelle aufgetragen und verhindert das Eintrocknen der Wundränder. Ausgefranste Schnitte solltest du immer sofort mit der Hippe glatt nacharbeiten, damit keine Eintrittspforten für Krankheitserreger entstehen. Ein sauberer Schnitt ist die beste Voraussetzung für eine schnelle und komplikationslose Wundheilung. Wichtig ist außerdem, das Werkzeug regelmäßig zu schärfen und zu desinfizieren, damit keine Krankheiten von Baum zu Baum übertragen werden.
Gaertner Poetschkes Tipp: Investiere in hochwertiges Schneidwerkzeug – es hält länger, schneidet sauberer und schont deine Hände. Scheren mit Ratschenautomatik sind besonders empfehlenswert, wenn du viele Äste zu schneiden hast.
Häufig gestellte Fragen
Welche Säge eignet sich am besten für starke Obstbaumäste?
Für Äste ab 4 cm Dicke empfiehlt sich eine Schwertsäge (Fuchsschwanz). Für sehr starke Äste ist eine Bügelsäge mit verstellbarem Blattwinkel ideal, da sie auch in schwer zugänglichen Positionen gut geführt werden kann.
Müssen alle Schnittwunden am Obstbaum mit Baumwachs verschlossen werden?
Kleine Wunden unter 3 cm heilen in der Regel von selbst. Größere Schnittstellen sollten mit Baumwachs versiegelt werden, um das Eintrocknen zu verhindern und Krankheitserregern keinen Eintritt zu gewähren.