Der aus Nordafrika stammende Lippenblütler Origanum majorana hat sich durch sein starkes Aroma und seinen würzigen Geschmack zu einem unentbehrlichen Würzkraut in Küche und Lebensmittelindustrie entwickelt. Ob zu Broten, Soßen, Wurstbereitung, Kartoffelklößen, Gänse- und Schweinefett oder Hülsenfruchtsuppen – das getrocknete Kraut verleiht allen Gerichten einen besonderen Geschmack.
Herkunft und Eigenschaften
Botanisch nennt man ihn Origanum majorana, und er ist ein aus Nordafrika stammender Lippenblütler. Durch sein starkes Aroma und seinen würzigen Geschmack ist er in der Küche und in der Lebensmittelindustrie ein geradezu unentbehrliches Würzkraut geworden. Zu Broten, Soßen, Wurstbereitung, Kartoffelklößen, Gänse- und Schweinefett sowie Erbsen-, Bohnen- oder Linsensuppen, zu Salaten, in der Diätküche, zum Sellerie oder Fisch – stets braucht man das getrocknete Kraut, welches allen diesen Gerichten zu besserem Geschmack verhilft. Die Aussaat kann ab März ins Mistbeet erfolgen oder in Kistchen bzw. Blumentöpfe im Zimmer. Ab April kannst du auch auf einem gut zurechtgemachten, feinkrümeligen und lockeren Saatbeet aussäen.
Aussaat und Anbau im Garten
Die feine Saat wird nur obenauf gesät und ganz leicht angedrückt. Bis zum Aufgang sind die Aussaaten schattig und gleichmäßig feucht zu halten. Die Keimzeit beträgt ca. 14 Tage bis 3 Wochen. Später, wenn die Pflänzchen etwas stärker herangewachsen sind, pflanzt du immer 2 bis 3 Stück zusammen in ein Pflanzloch, und zwar in Abständen von 10 x 15 cm. Wenn die ersten Blüten erscheinen, kannst du ernten. Schneide die Pflanze ca. 5 cm über dem Boden ab und mache kleine Bündel, die du schattig zum Trocknen aufhängst. Meist treiben die geschnittenen Pflanzen dann nochmals aus und bringen zum Herbst eine zweite Ernte. Ist die Trocknung beendet, kannst du das Kraut in verschlossenen Dosen aufbewahren, damit das Aroma gut erhalten bleibt.
Verwendung in Küche und Heilkunde
Als Heilpflanze wirkt der Tee nervenstärkend und erwärmend. Deshalb wird er bei Koliken, Krämpfen und Blähungen gereicht. Bei Störung der Atmungsorgane (Asthma) wird er unter Zusatz von Honig als ein auswurfförderndes Mittel empfohlen. In Wein gekocht ist seine schweiß- und wassertreibende Wirkung anerkannt. Mundspülungen mit dem Tee beseitigen üblen Mundgeruch und helfen, Zahnschmerzen zu mildern. Magen und Darm werden durch den Genuss gestärkt und beruhigt. Bei Gicht und Rheuma trinkt man den Tee mit Erfolg. Zum Nasenspülen bei Heu- und Stockschnupfen schafft ein Aufguss Erleichterung und Heilung.
Gaertner Poetschkes Tipp: Pflanze immer 2 bis 3 Majoranpflänzchen zusammen in ein Pflanzloch – so erhältst du buschigere Pflanzen mit höherem Ertrag und kannst das aromatische Kraut gleich bündelweise ernten.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist der beste Zeitpunkt, Majoran zu ernten und zu trocknen?
Majoran wird geerntet, wenn die ersten Blüten erscheinen. Die Pflanze wird ca. 5 cm über dem Boden abgeschnitten und in kleinen Bündeln schattig zum Trocknen aufgehängt. Meist treiben die geschnittenen Pflanzen nochmals aus und bringen zum Herbst eine zweite Ernte.
Welche Heilwirkungen hat Majoran als Tee?
Majoran-Tee wirkt nervenstärkend und erwärmend und hilft bei Koliken, Krämpfen und Blähungen. Bei Atemwegsbeschwerden wie Asthma wird er mit Honig als auswurfförderndes Mittel empfohlen. Mundspülungen beseitigen üblen Mundgeruch und mildern Zahnschmerzen.