Kernobst gehört zu den Rosengewächsen und vereint Äpfel, Birnen, Nashi-Birnen und Quitten unter einem charakteristischen Merkmal: dem Kerngehäuse. Durch die Wahl der richtigen Unterlage kannst du die Wuchsstärke und Größe der Bäume perfekt an deine Platzverhältnisse anpassen und schon nach wenigen Jahren reiche Erträge ernten.
Was ist Kernobst und welche Arten gibt es?
Als Kernobst wird eine Gruppe von Obstgattungen aus der artenreichen Familie der Rosengewächse (Rosaceae) bezeichnet, die alle eine sehr charakteristische Fruchtform gemeinsam haben. Die wichtigsten Arten, die in unseren Breiten gedeihen, sind Äpfel, Birnen, Nashi-Birnen und Quitten. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind vor allem Äpfel und Birnen, die zu den beliebtesten Obstarten überhaupt gehören und die, je nach Sorte, durchaus lange lagerfähig sind. In Hausgärten findet man vermehrt auch wieder Quitten, die im Handel jedoch seltener angeboten werden. Mispeln, Speierling und Eberesche gelten als Wildobst und werden nur vereinzelt kultiviert. Bei für den Anbau gebräuchlichem sortenreinem Kernobst handelt es sich um Bäume oder Sträucher, die generell nicht aus Samen herangezogen werden, weil daraus Zufallssorten entstehen würden, welche in Wuchs, Ertrag und Fruchtqualität nicht zuverlässig sind.
Unterlagen und Wuchsformen beim Kernobst
Deshalb werden Kernobstsorten auf so genannten Unterlagen veredelt, die immer den wurzel- und manchmal auch den stammbildenden Teil darstellen. Dieses Verfahren bietet die Gewähr, dass du beim Kauf garantiert die gewünschten Eigenschaften einer Sorte erhältst und nicht enttäuscht wirst. Außerdem entscheidet die Unterlage auch immer über den Wuchscharakter des Baumes – wächst er schwach oder stark. Durch einen Erziehungsschnitt und regelmäßig durchgeführte Schnittmaßnahmen zur Erhaltung und Pflege kann die gewünschte Wuchsform, die Fruchtbarkeit sowie die Gesundheit der Gehölze bewahrt werden. Für kleine Gärten eignen sich schwach wachsende Unterlagen wie M9 beim Apfel, die den Baum kompakt halten und eine frühe Fruchtbarkeit fördern. Für größere Gärten und Streuobstwiesen kommen starkwachsende Unterlagen zum Einsatz, die langlebige und robuste Bäume ergeben.
Gaertner Poetschkes Tipp: Wähle beim Kernobst die Unterlage sorgfältig nach dem verfügbaren Platz – schwach wachsende Unterlagen wie M9 halten den Baum kompakt und fördern eine frühe Fruchtbarkeit, ideal für kleine Gärten.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Kernobst auf Unterlagen veredelt und nicht aus Samen gezogen?
Aus Samen gezogene Kernobstbäume sind Zufallssorten mit unbekannten Eigenschaften in Wuchs, Ertrag und Fruchtqualität. Durch Veredelung auf Unterlagen wird garantiert, dass die gewünschten Sorteneigenschaften erhalten bleiben und du genau die Früchte erntest, die du erwartest.
Welche Kernobstarten eignen sich für den Hausgarten?
Für den Hausgarten eignen sich vor allem Äpfel und Birnen in vielen Sorten, da sie lange lagerfähig sind. Auch Quitten sind eine interessante Wahl, da sie im Handel seltener angeboten werden und sich hervorragend für Gelee, Marmelade und Desserts eignen.