Jostabeere pflanzen und pflegen

Die Jostabeere (Ribes × nidigrolaria) ist eine robuste Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere, die seit 1977 im Handel erhältlich ist. Sie vereint die Wüchsigkeit der Stachelbeere mit dem Aroma der Schwarzen Johannisbeere.

Herkunft und Merkmale

Die Jostabeere entstand durch Kreuzung von Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere und kam erstmals 1977 in den Handel. In Österreich ist sie auch als Rigatze bekannt. Etwa zeitgleich wurde in der damaligen DDR eine ähnliche Kreuzung unter dem Namen Jochelbeere gezüchtet. Die Sträucher werden 1,5 bis 2 m hoch, sind dornenlos und bilden große, schwarze Früchte, die mild-aromatisch schmecken. Jostabeeren sind äußerst robust und widerstandsfähig gegen Mehltau und Gallmilben.

Standort, Pflanzung und Schnitt

Jostabeeren gedeihen an sonnigen bis halbschattigen Standorten mit humosem, durchlässigem Boden. Gepflanzt wird zwischen Oktober und April, Containerware ganzjährig. Der Pflanzabstand beträgt etwa 2 m, da die Sträucher kräftig wachsen. Der Schnitt erfolgt nach der Ernte: Entferne die ältesten Triebe bodeneben und lasse acht bis zwölf junge Triebe stehen. Eine jährliche Kompostgabe im Frühjahr fördert das Wachstum. Jostabeeren sind anspruchslos und benötigen kaum Pflanzenschutzmaßnahmen.

Ernte und Verwertung der Jostabeere

Die Ernte erfolgt ab Juli, wenn die Beeren vollständig schwarz gefärbt und leicht weich sind. Die Früchte sind deutlich größer als Johannisbeeren und schmecken mild-aromatisch mit einer leichten Säure. Sie eignen sich hervorragend für Marmelade, Saft, Kompott und zum Frischverzehr. Eingefroren behalten sie ihr Aroma über Monate. Der Ertrag ist zuverlässig hoch, und die Pflanzen tragen bereits ab dem zweiten Standjahr reichlich. Jostabeeren lassen sich auch gut zu Likör verarbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Braucht die Jostabeere einen Befruchter?

Jostabeeren sind selbstfruchtbar, der Ertrag steigt jedoch deutlich, wenn eine Schwarze Johannisbeere oder Stachelbeere in der Nähe steht und für Fremdbestäubung sorgt.

Wie groß werden die Früchte der Jostabeere?

Die Früchte der Jostabeere sind deutlich größer als Johannisbeeren und erreichen etwa die Größe einer kleinen Stachelbeere. Sie sind schwarz gefärbt und schmecken mild-aromatisch.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch Band III – Obst

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