Erbsensorten unterscheiden sich grundlegend in Mark- und Schalerbsen, die mit bloßem Auge kaum voneinander zu unterscheiden sind, aber beide ihre Vorzüge haben. Dazu kommen Zuckererbsen, bei denen die gesamte Hülse mitgegessen werden kann. Wer die Unterschiede kennt, findet leichter die passende Sorte für seinen Garten.
Markerbsen und Schalerbsen: Unterschiede und Vorzüge
Schalerbsen (Pisum sativum convar. sativum), auch Kneifelerbsen genannt, sind robuster, können schon früh ausgesät und auch früher geerntet werden. Sie enthalten mehr Stärke als Markerbsen und eignen sich auch gut zum Trocknen. Markerbsen (Pisum sativum convar. medullare) enthalten dagegen mehr Zucker als Schalerbsen und schmecken daher auch süßer. Ihre insgesamt größeren Körner bleiben länger zart und zeichnen sich durch einen besseren, fein-süßen Erbsengeschmack aus. Beim Trocknen schrumpeln die Körner ein. Nascherbsen gehören zu den Markerbsen, zeichnen sich aber durch einen besonders süßen Geschmack aus und sind ideal zum Naschen direkt vom Strauch. Ein unvergänglicher Klassiker unter den Schalerbsen ist die Sorte ‚Kleine Rheinländerin‘ – eine frühe, volltragende und niedrige Sorte, die ohne Rankhilfe gedeiht.
Zuckererbsen: Kaiserschoten und Knackerbsen
Zuckererbsen (Pisum sativum convar. axiphium) sind eine besondere Gruppe, bei der man die gesamte Hülse mitessen kann. Man unterscheidet zwischen den flachhülsigen Kaiserschoten, auch Kefe genannt, und den fleischigen, dickeren Knackerbsen. Man erntet sie, solange die Kerne noch klein und die Hülsen knackig-zart sind. Zuckererbsen können in kleinen Mengen bedenkenlos roh mitsamt den Schoten genossen werden, oder man verspeist sie gekocht. Sie sind besonders beliebt in der asiatischen Küche und für Wok-Gerichte. Die Sorte ‚Alderman‘ zählt zu den beliebtesten Markerbsen-Sorten überhaupt und hat zuckersüße Körner. Erbsenblüten duften nach Honig und werden gerne von Bienen besucht – ein weiterer Vorteil für den naturnahen Garten.
Gaertner Poetschkes Tipp: Pflanzen Sie Nascherbsen direkt neben den Gartenweg – so können Sie beim Vorbeigehen immer ein paar süße Erbsen direkt vom Strauch naschen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Markerbsen und Schalerbsen?
Markerbsen enthalten mehr Zucker und schmecken süßer, während Schalerbsen mehr Stärke enthalten und robuster sind. Schalerbsen können früher ausgesät und geerntet werden und eignen sich auch gut zum Trocknen.
Können Zuckererbsen roh gegessen werden?
Ja, Zuckererbsen können in kleinen Mengen bedenkenlos roh mitsamt den Schoten genossen werden. Sie enthalten zwar wie alle Hülsenfrüchte geringe Mengen an Giftstoffen, aber in so geringer Konzentration, dass ein gelegentlicher Rohgenuss unbedenklich ist.