Erbsen säen und mit Rankhilfe ziehen

Erbsen gehören zu den ersten Gemüsearten, die du im Gartenjahr aussäen kannst. Bereits ab März vertragen die robusten Hülsenfrüchte leichte Fröste und keimen zuverlässig im Freiland. Frisch geerntet und direkt genascht schmecken sie am allerbesten – süß, knackig und voller Aroma.

Aussaat und Bodenvorbereitung für Erbsen

Bereite den Boden tiefgründig aufgelockert vor. Hierfür eignet sich ein Spaten oder Grubber. Ziehe entlang einer gespannten Schnur etwa drei bis vier Zentimeter tiefe Rillen im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern. Verteile die Erbsensamen im Abstand von drei bis fünf Zentimetern in der Rille. Bedecke die Samen mit Erde und drücke sie mit dem Harkenrücken fest an. Gieße die Aussaat gründlich mit feiner Brause an, ohne die Bodenoberfläche zu verschlämmen. Das erreichst du durch eine feine Verteilung und mehrfaches Befeuchten mit weichem Strahl. Erbsen keimen bei kühlen Temperaturen zuverlässig innerhalb von ein bis zwei Wochen. Schütze die Aussaat vor Vögeln, die die Samen gerne picken.

Rankhilfe aufstellen und Erbsen ernten

Mit Ausnahme der niedrig wachsenden sowie sich selbst stützenden Erbsen-Sorten benötigen alle Erbsen Halt. Mit Blattranken hangeln sie sich an Rankgittern, Netzen oder Zweigen empor. Stecke eine Haltevorrichtung mitten zwischen die Reihen. Wenn sich die Triebe strecken, legst du sie von beiden Seiten an, damit sie Kontakt bekommen und von selbst in die Höhe wachsen. Ernte die Hülsen, sobald sich die Erbsen darin deutlich abzeichnen, aber noch zart und süß sind. Regelmäßiges Pflücken verlängert die Erntezeit erheblich. Erbsen sind anfällig für bodenbürtige Pilzkrankheiten. Eine Anbaupause von vier bis fünf Jahren am selben Standort beugt Krankheiten vor und sorgt für gesunde, ertragreiche Pflanzen.

Häufig gestellte Fragen

Brauchen alle Erbsensorten eine Rankhilfe?

Nein, niedrig wachsende Sorten wie Knackerbsen oder bestimmte Markerbsen stützen sich gegenseitig und kommen ohne Rankhilfe aus. Hohe Sorten ab 80 Zentimetern benötigen jedoch ein Netz oder Reisig als Halt.

Warum sollte man Erbsen nicht jedes Jahr am selben Standort anbauen?

Erbsen sind anfällig für bodenbürtige Pilzkrankheiten. Eine Anbaupause von vier bis fünf Jahren am selben Standort beugt Krankheiten vor und sorgt für gesunde, ertragreiche Pflanzen.

Gärtner Pötschkes Gartenschule

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