Erbsen anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte

Erbsen anbauen lohnt sich: Kaum ein Gemüse schmeckt frisch aus dem Garten geerntet so gut wie Erbsen. Im Gegensatz zu Bohnen sind sie weniger kälteempfindlich und können bereits ab Mitte März im Freiland ausgesät werden. Ursprünglich stammen Erbsen aus Kleinasien, die frühesten Zeugnisse werden in die Zeit um 8000 v. Chr. datiert.

Standort und Aussaat von Erbsen

Erbsen (Pisum sativum) gelten als anspruchslos und können auf allen tiefgründigen, humosen und staunässefreien Gartenböden angebaut werden. Wichtig ist nur, dass der Boden weder frisch gedüngt noch stickstoffreich sein darf. Da Erbsen viel weniger kälteempfindlich sind als Bohnen, können sie schon ab Mitte März im Freiland ausgesät werden, Markerbsen erst ab Anfang April. Sie brauchen allerdings einen warmen Boden zum Keimen, deshalb lohnt sich die Aussaat unter einem Folientunnel. Gesät wird 3 bis 5 cm tief in Reihen, der Reihenabstand beträgt 40 cm und der Abstand in der Reihe 5 bis 10 cm. Je höher die einzelnen Sorten werden, desto breiter muss der Reihenabstand sein. Folgeaussaaten verlängern die Ernteperiode erheblich.

Pflege und Ernte von Erbsen

Erbsen mögen lockeren Boden, daher empfiehlt es sich, die Erde um die Pflanzen herum häufiger vorsichtig durchzuhacken und aufkeimendes Unkraut regelmäßig zu jäten. Bei Trockenheit gießen, aber nicht zu viel – erst wenn sich die ersten Blüten bilden, wird mehr gegossen, das erhöht den Ernteertrag. Dünger brauchen Erbsen nicht, da sie Schwachzehrer sind und sich selbst mit Stickstoff versorgen können. Um die Standfestigkeit der jungen Pflanzen zu erhöhen, werden die Stängel bei einer Wuchshöhe von 20 cm etwa 10 cm hoch angehäufelt. Niedrige Buscherbsen brauchen keine Rankhilfe, höhere Sorten kann man an einem engmaschigen Draht emporklettern lassen. Ein häufiger Schädling ist der Erbsenwickler, dessen Raupen in die Hülsen eindringen und an den Kernen fressen. Besonders früh oder spät gesäte Erbsen sind aber gegen einen Befall gefeit.

Gärtner Pötschkes Tipp: Säen Sie Erbsen besonders früh oder spät – so umgehen Sie den Hauptflugzeitraum des Erbsenwicklers und schützen Ihre Ernte ohne Pflanzenschutzmittel.

Häufig gestellte Fragen

Ab wann können Erbsen im Freiland ausgesät werden?

Erbsen können bereits ab Mitte März im Freiland ausgesät werden, da sie weniger kälteempfindlich sind als Bohnen. Markerbsen sollten erst ab Anfang April gesät werden. Ein Folientunnel beschleunigt die Keimung.

Wie erkennt man den richtigen Erntezeitpunkt bei Erbsen?

Erbsen werden geerntet, wenn die Hülsen prall gefüllt, aber noch zart und grün sind. Bei Zuckererbsen erntet man die Hülsen, wenn die Kerne noch klein und die Schoten knackig sind. Zu spät geerntete Erbsen werden mehlig und verlieren ihren süßen Geschmack.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 222

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