Dill anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte im Garten

Dill gehört zu den unkompliziertesten Küchenkräutern und bereichert von Mai bis in den Herbst hinein deine Küche mit seinem unverwechselbaren Aroma. Der schnellwüchsige Doldenblütler aus Südeuropa und Asien lässt sich ab Mitte März direkt ins Kräuterbeet säen. Für eine kontinuierliche Ernte empfehlen sich Folgeaussaaten alle 14 Tage.

Standort und Aussaat: So gelingt Dill

Die 60 bis 100 cm hohe Pflanze aus der Familie der Doldenblütler hat hohle Stiele und blaugrüne, fein fiedrige Blätter, die beim Zerreiben einen aromatischen Duft freisetzen. Im Sommer entstehen bis zu 15 cm große, gelbe Doldenblüten, aus denen sich ovale, flachgedrückte, braune Samen entwickeln. Dill braucht einen windgeschützten Standort in sonniger bis halbschattiger Lage. Der Boden sollte leicht, gut durchlässig, aber nährstoffreich sein. Gesät wird ab Mitte März direkt an Ort und Stelle in Reihen etwa 8 mm tief, der Reihenabstand sollte 20 cm betragen. Die Sorte Delikat wird nur 30 cm hoch und wurde speziell für die Kultur im Topf gezüchtet. Dichtlaubig und aromatisch ist die Sorte Goldkrone. Dill eignet sich besonders gut zur Mischkultur mit Zwiebeln, Gurken und Salat.

Pflege: Was Dill braucht und was er nicht mag

Man sagt über den Dill, dass er den Kopf im Feuer, die Füße aber im feuchten Schatten haben möchte. Deshalb darfst du die Wurzeln nie austrocknen lassen und solltest regelmäßig gießen, besonders in Trockenperioden. Zu dicht stehende Pflanzen musst du frühzeitig auf einen Abstand von circa 10 cm vereinzeln. Dünger ist bei normalem Gartenboden kaum nötig. Dill verträgt keine Umpflanzung gut, daher sollte er immer direkt an Ort und Stelle ausgesät werden. Blattläuse können bisweilen zur Plage werden und das Kraut unbrauchbar für die Küche machen, kontrolliere die Pflanzen regelmäßig. Wenn Dill zur Fruchtreife kommt, sät er sich von selbst aus, was im nächsten Jahr für neue Pflanzen sorgt.

Ernte und Verwendung von Dill in der Küche

Mit der Ernte frischer Blätter kannst du in der Regel ab Mitte Mai beginnen. Der ideale Zeitpunkt, die Blätter dicht am Stängel abzuschneiden, ist früh morgens. In ein Wasserglas gestellt halten sie sich einige Tage frisch. Die Blütenstände mit den reifen Samen kannst du ab August zum Trocknen im Ganzen abschneiden. Auch die Blätter kannst du trocknen und anschließend luftdicht aufbewahren oder einfrieren. Sie werden am besten noch gefroren zu den Speisen gegeben, damit sie nichts von ihrem Aroma verlieren. Dillkraut passt gut zu Gurkensalat, Fisch, Meeresfrüchten, Eierspeisen, Suppen, Soßen, Kräuterbutter und Kartoffeln. Die halbreifen Samen verwendet man traditionell zum Würzen von essigsaurem Eingemachten. In der Heilkunde gilt Dill als kühlendes, beruhigendes Kraut, das die Verdauung fördert.

Gaertner Poetschkes Tipp: Säe Dill alle 14 Tage in kleinen Mengen nach, so hast du den ganzen Sommer über frisches Kraut und musst nicht auf einmal zu viel ernten.

Häufig gestellte Fragen

Warum blüht mein Dill so schnell und was kann ich dagegen tun?

Dill schießt bei Hitze und Trockenheit schnell in die Blüte. Gieße regelmäßig und wähle einen halbschattigen Standort. Durch Folgeaussaaten alle 14 Tage hast du immer frisches, noch nicht blühendes Kraut zur Verfügung.

Kann man Dill zusammen mit anderen Kräutern anbauen?

Dill eignet sich gut zur Mischkultur mit Zwiebeln, Gurken und Salat. Vermeide jedoch die Nachbarschaft mit Fenchel, da sich beide Pflanzen gegenseitig beeinflussen und der Geschmack leiden kann.

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