Brombeeren pflanzen und am Spalier erziehen

Brombeeren pflanzen lohnt sich für sonnige Gartenplätze, denn die kräftigen Ranken liefern ab August große, aromatische Früchte. Am Spalier erzogen bleiben die Pflanzen übersichtlich und die Ernte fällt leicht.

Standort und Spalieranbau

Brombeeren bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Standort mit tiefgründigem, durchlässigem Boden. Staunässe vertragen sie nicht. Die langen Ranken werden an einem Drahtgerüst mit drei bis vier gespannten Drähten aufgebunden. Der unterste Draht wird in etwa 60 Zentimeter Höhe befestigt, die weiteren mit 40 Zentimeter Abstand. Der Pflanzabstand in der Reihe beträgt zwei bis zweieinhalb Meter, der Reihenabstand zweieinhalb bis drei Meter.

Schnitt und Erziehung der Ranken

Brombeeren tragen wie Himbeeren am vorjährigen Holz. Nach der Ernte werden die abgetragenen Ranken bodennah abgeschnitten und die kräftigsten Jungtriebe an ihrer Stelle aufgebunden. Pro Pflanze erzieht man fünf bis sechs Ranken senkrecht am Spalier. Im unteren Bereich entstehende Geiztriebe werden im Sommer auf zwei Augen zurückgeschnitten. Ranken, die über den obersten Draht hinausragen, werden gekürzt, damit die Pflanze übersichtlich bleibt.

Ernte und Verwendung

Die Ernte beginnt ab August und erstreckt sich bis in den Oktober. Brombeeren sind reif, wenn sie tiefschwarz gefärbt sind und sich leicht lösen. Im Gegensatz zur Himbeere verbleibt der Zapfen in der Frucht. Die Beeren eignen sich hervorragend für Konfitüre, Saft, Kuchen und den Frischverzehr. Auch tiefgefroren behalten sie ihr Aroma. Dornenlose Sorten erleichtern die Ernte erheblich und sind für den Hausgarten besonders empfehlenswert.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Ranken sollte man pro Brombeerpflanze am Spalier erziehen?

Fünf bis sechs kräftige Ranken pro Pflanze haben sich bewährt. Sie werden senkrecht am Drahtgerüst aufgebunden. Überzählige und schwache Triebe entfernst du, damit die Pflanze ihre Kraft in die Fruchtbildung steckt.

Woran erkenne ich reife Brombeeren?

Reife Brombeeren sind tiefschwarz gefärbt und lösen sich leicht vom Strauch. Noch rote oder rotschwarze Früchte sind unreif und schmecken sauer. Im Gegensatz zur Himbeere bleibt der Zapfen in der Frucht.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 224

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