Borretsch anbauen ist denkbar einfach: Das schnell und üppig wachsende Gurkenkraut aus dem Mittelmeergebiet sät sich nach der ersten Aussaat oft von selbst aus und bereichert mit seinen leuchtend blauen, essbaren Sternblüten jeden Garten.
Standort, Aussaat und Pflege von Borretsch
Borretsch gehört zur Familie der Borretschgewächse (Boraginaceae) und wächst rasch und wuchernd. Typisch sind die hohlen, behaarten Stängel und die flaumig behaarten, graugrünen Blätter. Die hübschen, sternförmigen Blüten mit dunklen Staubgefäßen sind leuchtend blau bis violett. Borretsch bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, nicht zu nährstoffreichem Boden. Die Aussaat erfolgt ab April direkt an Ort und Stelle. Zu dicht stehende Pflanzen müssen frühzeitig auf einen Abstand von etwa 10 cm vereinzelt werden. Borretsch ist sehr pflegeleicht und braucht kaum Dünger. Gieße ihn regelmäßig, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Nach der Blüte sät sich Borretsch oft von selbst aus, sodass du im nächsten Jahr ohne neue Aussaat auskommst.
Ernte und Verwendung: Blätter, Blüten und Eiswürfel
Die jungen, zarten Blättchen zupfst du den ganzen Sommer über ab und verwendest sie frisch in Salaten, Suppen, Softdrinks und Weinschorle. Wegen des leicht gurkenähnlichen Aromas nennt der Volksmund Borretsch auch Gurkenkraut. In der Blüte verliert das Laub stark an Aroma, daher empfiehlt sich ein satzweiser Anbau mit Folgeaussaaten alle 14 Tage. Die frisch vom Stiel gezupften Blüten sind eine hübsche, essbare Dekoration für Salate, Suppen und kalte Platten. Einzeln in Eiswürfeln eingefroren sehen die Blüten sehr hübsch aus und verleihen Erfrischungsgetränken das gewisse Etwas. Du kannst sie auch kandieren und Kuchen oder Süßspeisen damit dekorieren. Blüten und Blätter können nur frisch verwendet werden und eignen sich weder zum Trocknen noch zum Einfrieren.
Borretsch als Bienenweide und Mischkulturpartner
Die attraktiven Blüten des Borretsch locken zahlreiche Bienen und andere Nützlinge an. Borretsch ist eine wertvolle Bienenweide im Kräutergarten. Neben Erdbeeren gepflanzt, soll er deren Wachstum fördern und Schädlinge fernhalten. Im Gemüsegarten zieht er Nützlinge an, die Blattläuse und andere Schädlinge dezimieren. Die großen, behaarten Blätter können als Mulch verwendet werden und schützen den Boden vor Austrocknung. Wegen seiner Selbstaussaat solltest du darauf achten, dass er sich nicht unkontrolliert im Garten ausbreitet. Entferne überschüssige Jungpflanzen rechtzeitig oder schneide verblühte Pflanzen ab, bevor die Samen reifen. Borretsch eignet sich nicht dazu, ihn in größeren Mengen zu verzehren, da manche Menschen empfindlich auf ihn reagieren.
Gaertner Poetschkes Tipp: Friere einzelne Borretschblüten in Eiswürfeln ein. Sie verleihen Sommergetränken einen dekorativen und essbaren Hingucker.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Borretschblüten wirklich essen und wie schmecken sie?
Ja, Borretschblüten sind essbar und haben ein leicht gurkenähnliches, mildes Aroma. Sie eignen sich hervorragend als essbare Dekoration für Salate, Suppen und Desserts. Kandiert sind sie auch eine hübsche Verzierung für Kuchen.
Wie verhindere ich, dass sich Borretsch unkontrolliert ausbreitet?
Borretsch sät sich nach der Blüte sehr leicht selbst aus. Entferne verblühte Pflanzen rechtzeitig, bevor die Samen reifen, oder zupfe überschüssige Jungpflanzen aus. So behältst du die Kontrolle über die Ausbreitung im Garten.