Bohnenkraut einjährig anbauen und pflegen

Mit seinem würzigen, leicht pfeffrigen Aroma ist einjähriges Bohnenkraut ein unverzichtbarer Begleiter für Bohnengerichte und deftige Speisen. Die zierliche Pflanze mit den schmalen Blättchen stammt aus den Ländern östlich des Mittelmeeres und lässt sich im Garten problemlos aus Samen ziehen.

Herkunft und Eigenschaften

Das einjährige Bohnenkraut heißt botanisch Satureja hortensis und wird auch Kölle oder Pfefferkraut genannt. Es stammt aus den Ländern östlich des Mittelmeeres und gehört in die Familie der Lippenblütler. Die Pflanze entwickelt schmale, aromatische Blätter und erreicht eine Höhe von 20 bis 40 cm. Von Juli bis September zeigen sich kleine, weiße bis zartrosa Blüten, die Bienen und andere Insekten anlocken. Das einjährige Bohnenkraut unterscheidet sich vom ausdauernden Bergbohnenkraut durch seinen intensiveren Geschmack und seine einjährige Lebensweise. Nach der Blüte und Samenreife stirbt die Pflanze ab, sodass du sie jedes Jahr neu aussäen musst.

Aussaat und Anbau im Garten

Die Aussaat des einjährigen Bohnenkrauts erfolgt von März bis Mai direkt ins Freiland oder in Töpfe. Da der Samen sehr fein ist – 1 g enthält etwa 3000 Körner – muss die Aussaat sehr sorgsam vonstatten gehen. Säe die winzigen Samen nur dünn aus und bedecke sie nur leicht mit Erde, da Bohnenkraut ein Lichtkeimer ist. Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Je nach Wärme keimt das Bohnenkraut nach 15 bis 20 Tagen. Sobald die Pflänzchen kräftig genug sind, vereinzelst du sie auf einen Abstand von etwa 15 bis 20 cm. Das Kraut bevorzugt einen sonnigen Standort mit lockerem, durchlässigem und nährstoffreichem Boden. Staunässe verträgt es nicht. Regelmäßiges Gießen in Trockenperioden und gelegentliches Hacken zwischen den Reihen fördern ein gesundes Wachstum.

Verwendung in Küche und Heilkunde

Das einjährige Bohnenkraut ist eine sehr beliebte Salat-, Soßen-, Wurst- und Bohnenwürze. Sein würziger, leicht pfeffriger Geschmack macht Bohnengerichte nicht nur schmackhafter, sondern auch bekömmlicher. Du kannst die frischen oder getrockneten Blätter zum Würzen von Eintöpfen, Fleischgerichten, Kartoffeln und Gemüse verwenden. Die Ernte erfolgt von Juni bis Oktober, am besten kurz vor der Blüte, wenn das Aroma am intensivsten ist. Als Heilpflanze ist vom Bohnenkraut hauptsächlich die krampflösende Wirkung zu erwähnen. Als Beruhigungs- und Nervenstärkungsmittel ist es sehr beliebt. Für einen Tee übergießt du 1 bis 2 Teelöffel zerriebene Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser, lässt den Aufguss 15 Minuten zugedeckt ziehen und gießt ihn dann ab.

Gaertner Poetschkes Tipp: Ernte das Bohnenkraut am besten an einem trockenen Vormittag, kurz bevor die Blüten sich öffnen. Dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Binde die Triebe zu kleinen Sträußen und hänge sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort zum Trocknen auf.

Häufig gestellte Fragen

Wofür wird einjähriges Bohnenkraut in der Küche verwendet?

Einjähriges Bohnenkraut ist eine sehr beliebte Würze für Salate, Soßen, Wurst und vor allem Bohnengerichte. Sein würziger, leicht pfeffriger Geschmack macht deftige Speisen bekömmlicher und aromatischer.

Was muss bei der Aussaat von einjährigem Bohnenkraut beachtet werden?

Der Samen ist sehr fein – 1 g enthält etwa 3000 Körner – daher muss die Aussaat sehr sorgsam erfolgen. Säe von März bis Mai dünn aus, bedecke die Samen nur leicht mit Erde und halte sie gleichmäßig feucht. Die Keimung dauert je nach Wärme 15 bis 20 Tage.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 130

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