Bohnen anbauen gelingt auch Garteneinsteigern problemlos: Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) keimt rasch, hat eine kurze Kulturdauer und braucht wenig Dünger. Ursprünglich stammt sie aus Amerika, wo sie seit Urzeiten von den Ureinwohnern Süd- und Mittelamerikas kultiviert wird. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier die Bohne nach Europa – heute werden Bohnen fast überall auf der Welt angebaut.
Standort und Bodenansprüche der Gartenbohne
Bohnen brauchen vor allem viel Wärme und ausreichend Feuchtigkeit während der gesamten Entwicklungszeit. Sie gedeihen auf nahezu jedem Gartenboden, solange dieser nicht zu nass ist. Als Schwachzehrer benötigen sie wenig bis keinen zusätzlichen Stickstoffdünger – sie versorgen sich selbst über Knöllchenbakterien an den Wurzeln. Normalerweise genügt etwas reifer Kompost im Saatbeet oder Pflanzloch. Wichtig ist ein konsequenter Fruchtwechsel: Nach dem Anbau von Bohnen sollten mindestens drei Jahre lang keine anderen Hülsenfrüchte auf demselben Beet angebaut werden, um Krankheiten vorzubeugen. Bohnen sind außerdem kälteempfindlich – Spätfröste können junge Pflanzen über Nacht zerstören, weshalb ein Vlies oder Folientunnel zur Hand sein sollte.
Wichtige Hinweise zum Bohnenanbau
Bohnen lassen sich einfach aussäen und keimen rasch. Von der Aussaat bis zur ersten Ernte vergehen nur wenige Wochen. Dabei gilt die alte Gärtnerregel: Bohnen wollen die Glocken läuten hören – also nicht zu tief säen! Eine Saattiefe von 3 bis 5 cm ist ideal. Achtung: Bohnen dürfen niemals roh verzehrt werden, da sie Giftstoffe enthalten, die erst beim Kochen abgebaut werden. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann es vorkommen, dass Bohnen ihre Blüten abwerfen – regelmäßiges Gießen während langer Hitzeperioden hilft, das zu verhindern. Frisch geerntete Bohnen, die nicht sofort verwendet werden, können etwa zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt sich das Einfrieren nach kurzem Blanchieren.
Gärtner Pötschkes Tipp: Bauen Sie nach Bohnen mindestens drei Jahre lang keine Hülsenfrüchte mehr auf demselben Beet an – das schützt vor Krankheiten und hält den Boden gesund.
Häufig gestellte Fragen
Dürfen Bohnen roh gegessen werden?
Nein, Bohnen enthalten im rohen Zustand Giftstoffe (Phasin), die erst beim Kochen abgebaut werden. Daher sollten Bohnen immer ausreichend gegart werden, bevor man sie verzehrt.
Warum werfen Bohnen bei Hitze ihre Blüten ab?
Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius können Bohnen ihre Blüten abwerfen, was den Ertrag mindert. Regelmäßiges und ausreichendes Gießen während langer Hitzeperioden hilft, dieses Problem zu vermeiden.