Basilikum anbauen gelingt im Freiland ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen, und als Topfpflanze lässt sich das aromatische Kraut aus der Familie der Lippenblütler sogar ganzjährig kultivieren. Ursprünglich aus Indien stammend, ist Basilikum heute aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken.
Standort und Aussaat von Basilikum
Basilikum braucht einen vollsonnigen und geschützten Standort in fruchtbarer, humoser, gut durchlässiger Erde, die auf keinen Fall austrocknen darf. Die Aussaat im Freiland erfolgt meist ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Basilikum ist ein Lichtkeimer, die Samen also nicht mit Erde bedecken und ständig feucht halten. Direkt an Ort und Stelle ausgesäte Pflanzen werden, sobald sich die ersten Blätter entwickeln, auf einen Abstand von 20 cm verzogen. In rauen Lagen oder für die Topfkultur empfiehlt sich die Aussaat und Vorkultur unter Glas oder Folie. Dabei pikiert man jeweils vier bis fünf kräftige Keimlinge in einen Topf und pflanzt diesen später ins Freiland oder in einen Pflanzkübel. Das aus den Subtropen stammende Kraut lässt sich als Topfpflanze im Zimmer ganzjährig ziehen.
Pflege, Schädlinge und Überwinterung
Basilikum ist bei uns nicht winterhart und wird einjährig kultiviert. Die vielfach verzweigte, 20 bis 60 cm hohe Pflanze hat weiche, ovale, leuchtend grüne Blätter. Die kleinen, meist weißen Blüten erscheinen vom Hochsommer bis in den Spätsommer hinein. Das kräftige Aroma stammt von den ätherischen Ölen, die besonders beim Zerkleinern freigesetzt werden. Im Topf kultivierte Pflanzen sollten vor den ersten kühlen Nächten im Herbst ins Haus geholt werden. Besonders Schnecken und Käfer werden vom intensiven Aroma des Basilikums angezogen, schütze die Pflanzen entsprechend. Manchmal können auch Welkepilze auftreten, besonders wenn der Boden zu feucht ist. Gieße Basilikum regelmäßig, aber vermeide Staunässe. Im Topf brauchen die Pflänzchen ab und zu einen stickstoffbetonten Dünger.
Ernte, Verwendung und Konservierung
Die aromatischen Blätter werden den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost nach Bedarf frisch geerntet. Pflücke entweder einzelne Blätter oder schneide nur kleine Zweige ab. Die Stiele sind hart und werden nicht mitverwendet. Nimm immer nur so viel, wie du gerade brauchst, denn im Kühlschrank verliert das Kraut rasch sein Aroma. Basilikum passt hervorragend zu Tomaten- und Fleischgerichten, Salaten, Pastasaucen, Auberginen und Pizza. Gib das frische Kraut immer erst kurz vor dem Servieren an die Gerichte, damit das Aroma nicht verfliegt. Basilikum lässt sich am besten durch Einlegen in Olivenöl konservieren oder du bereitest ein Pesto zu, das man auch einfrieren kann. Basilikum ist nicht nur aromatisch, sondern auch gesund: Ein Aufguss aus den Blättern lindert Husten und hilft bei Erkältungen.
Gaertner Poetschkes Tipp: Pesto lässt sich mit weniger Öl zubereiten und einfrieren. Nach dem Auftauen einfach mit etwas Öl geschmeidig rühren, so hast du auch im Winter eine schnelle Pastasauce zur Hand.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Basilikum im Topf schnell braun und welk?
Basilikum im Topf leidet häufig unter Kälte, Staunässe oder zu wenig Licht. Stelle den Topf an einen sehr hellen, warmen Standort, gieße mäßig und vermeide Zugluft. Supermarkt-Basilikum ist oft zu dicht gepflanzt, teile ihn auf mehrere Töpfe auf.
Welche Basilikum-Sorten eignen sich für den Topf auf dem Balkon?
Die Sorte Pistou wird nur 20 cm hoch und eignet sich hervorragend für Töpfe und Balkonkästen. Auch das kleinblättrige griechische Basilikum wächst kompakt und buschig. Beide Sorten sind robust und entwickeln ein intensives Aroma.