Basilikum anbauen: Königskraut für Tomaten und mediterrane Küche

Basilikum anbauen gehört für viele Gartenfreunde zum Sommer dazu – das stark duftende, einjährige Würzkraut mit dem botanischen Namen Ocimum basilicum stammt aus Asien und wird auch Königskraut oder Josefskräutlein genannt. Sein intensives Aroma macht es zur idealen Würze für Tomaten, Salate, Fischgerichte und Kräuterbutter.

Aussaat und Standort von Basilikum

Basilikum ist wärmeliebend und verträgt keinen Frost. Die Aussaat erfolgt ab Mitte Mai ins Freiland oder ab März auf der Fensterbank zur Vorkultur. Die Saat ist ein Lichtkeimer und wird nur leicht angedrückt, nicht mit Erde bedeckt. Der Standort sollte sonnig, warm und windgeschützt sein. Basilikum bevorzugt lockeren, nährstoffreichen Boden und braucht regelmäßig Wasser, verträgt aber keine Staunässe. Im Freiland wird in Reihen mit 20 cm Abstand gesät und später auf 15 cm vereinzelt. Basilikum eignet sich hervorragend für die Kultur im Topf auf der Fensterbank oder dem Balkon. Regelmäßiges Entspitzen der Triebspitzen fördert einen buschigen Wuchs und verzögert die Blüte, sodass die Ernte verlängert wird.

Ernte und vielseitige Verwendung in der Küche

Das stark aromatische Kraut wird frisch und getrocknet als Fleisch- und Gurkenwürze gebraucht, und auch zur Senf- und Kräuteressigherstellung findet es Verwendung. Wildkräutersalat, Tomatensalat, Salatsoßen, Dicke Bohnen, Fischgerichte und Suppen kannst du mit Basilikum ganz besonders schmackhaft anrichten. Auch Wurst, Pasteten und Kräuterbutter werden gern damit gewürzt. Das Kraut sollte nicht mitgekocht werden, da es sonst an Aroma verliert – gib es erst kurz vor dem Servieren zu den Speisen. Zum Trocknen schneidest du die Triebe kurz vor der Blüte ab und trocknest sie an einem luftigen, schattigen Ort. In der Volksmedizin wird Basilikumtee bei Magenbeschwerden und Nervosität empfohlen. Auch als Badezusatz und in der Aromatherapie findet das ätherische Öl Verwendung.

Sorten und besondere Anbautipps

Neben dem klassischen Genoveser Basilikum gibt es zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Aromen und Blattfarben. Rotblättriges Basilikum wie die Sorte Dark Opal ist nicht nur dekorativ, sondern auch geschmacklich interessant. Zitronenbasilikum und Thai-Basilikum bringen Abwechslung in die Küche. Für den Anbau im Freiland empfiehlt es sich, die Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai auszupflanzen, da Basilikum sehr frostempfindlich ist. Im Topf auf der Fensterbank kann Basilikum das ganze Jahr über kultiviert werden, wenn ausreichend Licht und Wärme vorhanden sind. Achte darauf, die Pflanzen von unten zu gießen, um Pilzkrankheiten an den Blättern zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte Basilikum nicht mitgekocht werden?

Basilikum verliert beim Kochen einen Großteil seines intensiven Aromas. Deshalb wird es erst kurz vor dem Servieren zu den Speisen gegeben oder frisch über das fertige Gericht gestreut. So bleibt der volle Geschmack erhalten.

Ab wann darf Basilikum ins Freiland gepflanzt werden?

Basilikum ist sehr frostempfindlich und sollte erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden. Vorher kann es ab März auf der Fensterbank vorgezogen werden. Ein sonniger, windgeschützter Standort ist entscheidend für kräftiges Wachstum.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 143

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