Aussaat im Freiland: Direktsaat für robuste Gemüse

Viele Gemüsearten sparen dir die Anzucht auf der Fensterbank: Spinat, Pflück- und Schnittsalate, Bohnen sowie Erbsen kannst du direkt ins Freiland säen, sobald die Witterung es zulässt. Wurzelgemüse wie Möhre, Pastinake, Radieschen oder Rote Bete müssen sogar direkt an Ort und Stelle gesät werden, weil sie ein Umpflanzen nicht vertragen würden. Für die Aussaat im Freiland bereitest du die Beete sorgfältig vor – dabei ist es besonders wichtig, die Bodenoberfläche so lange mit dem Rechen zu bearbeiten, bis sie wirklich feinkrümelig ist.

Im Detail

Bei vielen robusten Gemüsearten wie Spinat, Pflück- und Schnittsalaten, Bohnen sowie Erbsen lohnt sich eine Vorkultur unter Glas oder Folie nicht – du kannst sie direkt ins Freiland säen, sobald die Witterung es zulässt. Ausschließlich direkt an Ort und Stelle im Freiland sät man die meisten Wurzelgemüse wie Möhre, Pastinake, Radieschen oder Rote Bete, weil diese ein Umpflanzen nicht vertragen würden. Für die Aussaat im Freiland bereitest du die Beete sorgfältig vor, dabei ist es besonders wichtig, die Bodenoberfläche so lange mit dem Rechen zu bearbeiten, bis sie wirklich feinkrümelig ist. Generell ist die Reihensaat der breitwürfigen Saat vorzuziehen, denn in Reihen gesätes Gemüse lässt sich leichter pflegen und die Pflanzabstände sind auch besser einzuhalten, außerdem kannst du die aufgehende Saat leichter identifizieren. Für die Reihensaat gilt: Für die meisten Samen ist eine Saattiefe von 1 bis 2 cm empfehlenswert. Die optimale Saattiefe ist in der Regel bei den jeweiligen Gemüsearten angegeben und auch auf den Samentütchen vermerkt. Als Faustregel kann gelten: Größere Samen können etwas tiefer als feinere Samen gesät werden. Eine Ausnahme bilden Bohnen und Gurken, die eher flach gelegt werden, bei Bohnen wird auch oft in Horsten gesät, was bedeutet, dass du vier bis sechs Bohnensamen ringförmig in kleinen Gruppen aussäst. Auch Lichtkeimer sind eine Ausnahme, da deren Samen nicht mit Erde bedeckt werden dürfen. Säe das Saatgut im vorgesehenen Reihenabstand möglichst gleichmäßig in die Saatrillen, bei sehr feinem Saatgut hat es sich bewährt, die Samen mit etwas trockenem Sand zu mischen, da sie so gleichmäßiger ausgebracht werden können. Große Samen können dagegen einzeln in den vorgesehenen Abständen ausgesät werden, bei feineren Samen wird das kaum gelingen, sie werden nach dem Aufgehen der Saat auf die richtigen Abstände verzogen, das heißt, du dünnst die Pflanzen auf den richtigen Endabstand aus. Nach dem Ausbringen des Saatgutes schließt du die Saatrille mit dem Rücken des Rechens wieder, drückst die Erde vorsichtig an und gießt alles gründlich mit einer feinen Brause. Gegen das Herauspicken der Samen durch Vögel helfen Netze, die über das Beet gespannt werden.

Gaertner Poetschkes Tipp: Mische sehr feines Saatgut vor der Aussaat mit etwas trockenem Sand – so kannst du es gleichmäßiger in die Saatrillen ausbringen und vermeidest zu dichtes Säen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Gemüse sät man direkt ins Freiland?

Robuste Gemüsearten wie Spinat, Pflück- und Schnittsalate, Bohnen sowie Erbsen können direkt ins Freiland gesät werden. Wurzelgemüse wie Möhre, Pastinake und Radieschen müssen sogar direkt gesät werden, da sie ein Umpflanzen nicht vertragen.

Warum ist Reihensaat besser als breitwürfige Saat?

In Reihen gesätes Gemüse lässt sich leichter pflegen und jäten. Außerdem kannst du die Pflanzdichte besser kontrollieren, die Abstände einhalten und die aufgehende Saat leichter von Unkraut unterscheiden.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

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