Auberginen anbauen: Standort, Pflege und Ernte

Auberginen anbauen gelingt in warmen Lagen und im Gewächshaus mit zuverlässigem Erfolg. Die aus Indien stammenden Nachtschattengewächse benötigen noch mehr Wärme als Tomaten und Paprika.

Vorkultur und Auspflanzen

Auberginen werden ab Ende Februar auf der Fensterbank oder im beheizten Gewächshaus vorgezogen. Die Keimtemperatur liegt bei 22 bis 25 Grad Celsius, die Keimung dauert zwei bis drei Wochen. Nach dem Pikieren wachsen die Jungpflanzen bei 20 Grad Celsius weiter. Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen sie ins Freiland, und auch dann nur an einen vollsonnigen, windgeschützten Platz. Der Freilandanbau gelingt zuverlässig nur in klimatisch begünstigten Regionen wie Weinbaugebieten. Im Gewächshaus sind die Ergebnisse deutlich besser. Der Pflanzabstand beträgt 50 bis 60 cm.

Pflege und Fruchtansatz

Auberginen brauchen gleichmäßige Wärme, viel Sonne und regelmäßige Wasserversorgung. Gieße mit temperiertem Wasser und vermeide Staunässe. Dünge alle zwei Wochen mit einem kaliumbetonten Dünger. Lasse nicht mehr als sechs bis acht Früchte pro Pflanze heranreifen und entferne überzählige Blüten. Stütze die Pflanzen mit Stäben, da die schweren Früchte die Triebe herunterziehen. Bei zu kühlen Temperaturen unter 15 Grad Celsius stellen Auberginen das Wachstum ein und werfen Blüten ab. Eine Mulchschicht aus schwarzer Folie wärmt den Boden und fördert das Wachstum.

Ernte und Verwendung

Auberginen werden ab Ende Juli geerntet, wenn die Früchte ihre sortentypische Größe erreicht haben und die Schale glänzend ist. Matte, stumpfe Schale deutet auf Überreife hin. Schneide die Früchte mit einem scharfen Messer samt kurzem Stielansatz ab. Unreife Früchte enthalten den giftigen Stoff Solanin und sollten nicht roh verzehrt werden. Auberginen werden stets gegart genossen, ob gegrillt, gebraten, gebacken oder als Bestandteil von Ratatouille und Moussaka. Im Kühlschrank halten sich die Früchte einige Tage, vertragen aber keine Temperaturen unter 10 Grad Celsius.

Häufig gestellte Fragen

Warum glänzen manche Auberginen nicht mehr?

Eine matte, stumpfe Schale deutet auf Überreife hin. Die Früchte enthalten dann bereits viele Kerne und das Fruchtfleisch wird schwammig und bitter. Ernte Auberginen, solange die Schale noch kräftig glänzt.

Sind Auberginen roh giftig?

Unreife Auberginen enthalten Solanin, das in größeren Mengen Übelkeit verursachen kann. Reife Früchte enthalten nur noch Spuren davon. Sicherheitshalber solltest du Auberginen immer garen, was den Solaningehalt weiter reduziert.

Gaertner Poetschkes Neues Grosses Gartenbuch

Seiten: 152, 153

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