Alte Gaerten neu gestalten und umplanen

Einen alten Garten umzugestalten spart nicht nur Zeit und Geld, sondern bewahrt auch wertvolle gewachsene Strukturen. Alte Bäume, die Jahrzehnte zum Wachsen brauchten, vorhandene Wege und etablierte Beete kannst du oft sinnvoll in deine neue Planung einbeziehen und so mit überschaubarem Aufwand neues Leben in deinen Garten bringen.

Umgestalten statt komplett neu anlegen

Betrachte dein Grundstück mit kritischen Augen und frage dich: Muss ich den Garten wirklich komplett umgestalten oder genügt es, nur einzelne Bereiche neu zu planen? Neuanlagen haben den Vorteil völliger Freiheit, doch auch die Umgestaltung bereits angelegter Gärten spart Kosten und Zeit. Alte Bäume auf dem Grundstück sind ein unschätzbares Kapital, wenn du bedenkst, wie lange ein neu gepflanzter Baum braucht, bis er zu einem stattlichen Exemplar herangewachsen ist. Einen verfilzten Rasen kannst du einer Kur unterziehen, Pflasterflächen mit einem Hochdruckreiniger bearbeiten und alte Staudenbeete entrümpeln, damit sie wieder üppig blühen.

Bestandsaufnahme: Was ist schon da?

Der erste Schritt ist immer eine Bestandsaufnahme. Betrachte deinen Garten zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, denn die Lichtverhältnisse ändern sich von morgens bis abends und vom Frühling bis zum Winter. Auch die Hauptwindrichtung spielt eine wichtige Rolle, da viele Pflanzen am besten an windgeschützten Standorten gedeihen. Stelle dir wichtige Fragen: Von wo fällt wann das Licht ein? Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Wo ist ein idealer Platz für einen Sitzplatz? Welche vorhandenen Pflanzen sind gesund und können übernommen werden? Diese Beobachtungen bilden die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte.

Was kommt wohin im Garten?

Nachdem du mehr über die Qualität des Bodens, den Lichteinfall und andere Faktoren weißt, kannst du mit der Gliederung des Grundstücks beginnen. Achte immer besonders auf die Bedürfnisse der Pflanzen wie Licht- und Bodenverhältnisse. Je besser diese erfüllt werden, umso prächtiger gedeihen die Pflanzen. Gebäude oder große Bäume der Umgebung solltest du mit in die Planung einbeziehen, da diese möglicherweise Schatten auf dein Grundstück werfen. So findest du für jede Pflanze den optimalen Standort und schaffst harmonische Übergänge zwischen den verschiedenen Gartenbereichen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Fotografiere deinen Garten zu verschiedenen Jahreszeiten und Tageszeiten. So erkennst du auf einen Blick, welche Bereiche sonnig oder schattig sind und wo sich Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen am wohlsten fühlen.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine Gartenumgestaltung gegenüber einer Neuanlage?

Ja, denn vorhandene Strukturen wie alte Bäume, Wege und Pflasterflächen können in die neue Planung einbezogen werden. Das spart Kosten und Zeit, und du profitierst sofort von gewachsenen Gehölzen.

Wie mache ich eine Bestandsaufnahme meines Gartens?

Betrachte deinen Garten zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten. Prüfe Lichtverhältnisse, Bodenbeschaffenheit, Windrichtung und den Zustand vorhandener Pflanzen, um die besten Standorte für neue Bepflanzungen zu finden.

Gaertnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 13

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