Zimmerpflanzen pflegen: Gießen, Licht und Standort richtig wählen

Zimmerpflanzen pflegen ist eine Kunst, die mit wenigen Grundregeln gelingt – der richtige Standort, angepasstes Gießen und ausreichend Luftfeuchtigkeit sind die drei Säulen für gesunde Blumen im Heim. Nicht nur im Winter, wenn draußen die Natur ruht, erfreuen uns Zimmerpflanzen, sondern auch im Sommer sollten sie unser Zuhause schmücken.

Der richtige Standort für Zimmerpflanzen

Jede Zimmerpflanze hat individuelle Lichtansprüche, die du bei der Standortwahl berücksichtigen solltest. Die meisten Blühpflanzen bevorzugen einen hellen Platz am Fenster, vertragen aber keine pralle Mittagssonne. Grünpflanzen wie Farne und Efeu kommen auch mit weniger Licht aus und eignen sich für schattigere Ecken. Vermeide Standorte direkt über der Heizung, da die trockene, warme Luft den Pflanzen schadet. Zugluft ist ebenfalls ungünstig – stelle die Pflanzen nicht direkt neben häufig geöffnete Türen oder Fenster. Im Winter, wenn die Tage kürzer werden, kann ein Platzwechsel näher ans Fenster sinnvoll sein, um den Lichtmangel auszugleichen.

Richtiges Gießen und Luftfeuchtigkeit

Beim Gießen gilt die Regel: Lieber einmal gründlich als häufig nur ein Tröpfchen. Viele Zimmerpflanzen vertrocknen, obwohl sie regelmäßig gegossen werden – sie bekommen jedoch jedes Mal nur wenig Wasser, das in der warmen, trockenen Heizungsluft schnell verdunstet. Gieße so viel, dass das Wasser bis zum Topfboden durchdringt, aber lasse die Pflanze nicht im Wasser stehen. Pflanzen in Übertöpfen stellst du am besten auf zwei kleine Hölzchen, damit die Töpfe nicht direkt im Restwasser stehen. Die Luftfeuchtigkeit kannst du erhöhen, indem du die Pflanzen regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühst oder Wasserschalen auf die Heizung stellst. Im Winter wird weniger gegossen als im Sommer, da die Pflanzen in der Ruhephase weniger Wasser benötigen.

Häufige Pflegefehler bei Zimmerpflanzen vermeiden

Sehr viele Zimmerpflanzen werden ganz einfach übergossen – zu viel Wasser lässt die Wurzeln faulen und die Erde versauern. Übertöpfe sollten niemals zu eng sein, damit Luft an die Wurzeln gelangen kann. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Überdüngung: Viel hilft nicht immer viel, und zu hohe Düngergaben verbrennen die Wurzelspitzen. Frisch umgetopfte Pflanzen dürfen erst nach etwa vier Wochen wieder gedüngt werden. Achte auch darauf, dass die Blätter beim Düngen nicht mit der Düngelösung benetzt werden, da sonst unschöne Brennflecken entstehen. Im Winter wird nur wenig oder gar nicht gedüngt, je nach Pflanzenart.

Häufig gestellte Fragen

Warum vertrocknen Zimmerpflanzen trotz regelmäßigem Gießen?

Oft bekommen die Pflanzen bei jedem Gießen nur ein Tröpfchen Wasser, das in der warmen Heizungsluft schnell verdunstet, ohne den Wurzelballen zu durchfeuchten. Besser ist es, einmal gründlich zu gießen, sodass das Wasser bis zum Topfboden durchdringt.

Wie erhöht man die Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen im Winter?

Besprühe die Pflanzen regelmäßig mit kalkarmem Wasser oder stelle Wasserschalen auf die Heizung. Auch das Gruppieren mehrerer Pflanzen erhöht die Luftfeuchtigkeit in ihrer unmittelbaren Umgebung und schafft ein günstigeres Mikroklima.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 148

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