Kaukasus-Vergissmeinnicht anbauen: Staude für Halbschatten

Das Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) ist eine etwa 40 cm hohe Staude, die besonders gut mit Achillea, Iris und Mohn zusammen gepflanzt werden kann. Sie blüht von April bis Juni in einem leuchtenden Blau und liebt frischen Boden im Halbschatten. Als vollkommen winterharte Staude kehrt sie jedes Jahr zuverlässig wieder und bereichert den Garten mit ihren vergissmeinnichtähnlichen Blüten.

Aussaat und Standortansprüche der Brunnera

Die Aussaat des Kaukasus-Vergissmeinnichts nimmst du im April oder Mai auf einem sorgfältig vorbereiteten Saatbeet im Freiland vor. Bei gleichmäßiger Feuchtigkeit keimt der Samen je nach Witterung nach zwei bis drei Wochen. Wenn die Pflanzen kräftig genug sind, werden sie an Ort und Stelle gepflanzt. Brunnera macrophylla liebt einen frischen, humusreichen Boden und gedeiht am besten im Halbschatten. Auch in voller Sonne wächst sie noch, benötigt dort aber mehr Wasser. Der Standort sollte nicht zu trocken sein, da die großen Blätter bei Trockenheit schnell welken. Als ausdauernde Staude bildet Brunnera mit den Jahren kräftige Horste, die sich durch Teilung im Frühjahr oder Herbst leicht vermehren lassen.

Verwendung und Kombinationsmöglichkeiten im Staudenbeet

Das Kaukasus-Vergissmeinnicht ist eine nahe Verwandte der Anchusa und eignet sich hervorragend als Unterpflanzung von Gehölzen und Sträuchern. Im Staudenbeet harmoniert es besonders gut mit Achillea, Iris, Mohn und anderen Frühjahrsblühern. Die herzförmigen, großen Blätter bilden nach der Blüte eine attraktive Blattmasse, die den Boden bedeckt und Unkraut unterdrückt. Brunnera eignet sich auch als Bodendecker unter Bäumen, wo andere Pflanzen wegen des Wurzeldrucks und Schattens schlecht gedeihen. Einige Sorten wie ‚Jack Frost‘ haben silbrig gemusterte Blätter und sind auch ohne Blüte dekorativ. Die Pflanze ist vollkommen winterhart und benötigt keinen Winterschutz.

Häufig gestellte Fragen

Warum welken die Blätter der Brunnera im Sommer?

Brunnera macrophylla reagiert empfindlich auf Trockenheit, besonders an sonnigen Standorten. Die großen Blätter verdunsten viel Wasser. An halbschattigen Standorten mit frischem, feuchtem Boden bleibt das Laub den ganzen Sommer über frisch und attraktiv.

Wie vermehrt man Kaukasus-Vergissmeinnicht am einfachsten?

Am einfachsten gelingt die Vermehrung durch Teilung der Horste im Frühjahr oder Herbst. Die Pflanze lässt sich auch aus Samen ziehen, wobei die Aussaat im April oder Mai auf einem Saatbeet im Freiland erfolgt. Nach zwei bis drei Wochen keimen die Samen.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 209

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