Zäune haben ihre Rolle im Garten grundlegend verändert: Während sie früher vor allem Schutz vor unerwünschten Besuchern boten, sind sie heute gestalterische Elemente, die Persönlichkeit ausdrücken und den Garten repräsentativ einrahmen.
Überblick
Natürlich soll ein Zaun die Grenze zum Nachbarn markieren und auch zur Straße deutlich machen, wo das eigene Territorium beginnt. Aber besonders zur Straße hin hat ein Zaun inzwischen auch einen repräsentativen Charakter. Es geht nicht mehr nur darum, eine Grenze zu markieren, sie soll auch ein Stück Persönlichkeit ausdrücken. Im Vorgarten ist der Zaun quasi die Visitenkarte des Gartenbesitzers. Er bindet Garten und Wohnhaus in die Umgebung ein, betont durch eine Gartenpforte den Eingang und sollte im Hinblick auf mögliche Gäste einladend und nicht abweisend wirken.
Zäune zur Grundstücksabgrenzung
Holz ist das klassische Material zur Errichtung von Zäunen, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Zäune im hinteren Teil des Hausgartens, die das eigene Grundstück von denen der Nachbarn abgrenzen, dürfen schlichter ausfallen. Die meisten Gartenbesitzer werden sich sogar auf einen einfachen, praktischen Maschendrahtzaun beschränken. Ist ein Sichtschutz erwünscht, muss der Zaun höher ausfallen und blickdicht sein. Zur Not kannst du auch einen Maschendrahtzaun mit Schilfmatten verblenden. Wird der Zaun ausschließlich auf dem eigenen Grund errichtet, bist du allein dafür verantwortlich. Befindet er sich aber direkt auf der Grundstücksgrenze, ist er auch vom Nachbarn zu unterhalten und zu benutzen. Im Nachbarrecht der einzelnen Bundesländer finden sich Regelungen, die Streitfragen klären können. Bevor du einen Zaun errichtest, solltest du dich bei deiner Gemeinde über diese Bestimmungen genau informieren. Oft gibt es Richtlinien, wie hoch ein Zaun und wie dauerhaft eine Installation sein darf. Nicht überall ist ein massiver Unterbau gestattet, von gemauerten Pfosten ganz zu schweigen. Du könntest auch mit deinem Nachbarn gemeinsam einen Zaun planen.
Das Errichten eines Zaunes
Wenn ein Sockel nötig ist, zum Beispiel um das Durchwachsen von Wildkräutern aus benachbarten Grundstücken zu verhindern, sollte seine Höhe ein Viertel der Zaunhöhe nicht überschreiten. Hierfür ist ein frostsicheres Fundament unverzichtbar. Einfache Zäune brauchen dagegen keinen Sockel, gegen ein Durchwachsen von Wildkräutern helfen hier auch eingegrabene Fichten- oder Eichenholzbretter, die einige Jahre lang halten. Wohl jeder Zaun braucht, damit er stabil und gerade steht, stützende Pfosten. Ein Abstand von zwei bis drei Metern zwischen den Pfosten gliedert den Längsverlauf des Zaunes und gewährleistet seine Standsicherheit. Die Eckpfosten und jene, die das Gartentor halten, müssen etwas stärker dimensioniert bzw. mit einem seitlichen Stützpfosten gestärkt sein als die einfachen Stützpfosten. Sowohl zur Standsicherheit als auch zum Schutz vor dem Verrotten setzt du die Pfosten in ein Betonfundament oder in Pfostenschuhe aus verzinktem Metall, die in den Boden eingeschlagen werden. Bedenke bei der Planung, dass die Pfosten etwa 50 bis 60 cm länger sein müssen als die Höhe des geplanten Zauns.
Besondere Gestaltungsformen
Der Weidenflechtzaun blickt auf eine lange Tradition in unseren Gärten zurück. Besonders gut kommt er als Umzäunung eines Gemüsegartens zur Geltung. Bei Holzzäunen dürfen die Latten nicht bis zum Erdboden reichen, damit sie nicht dauerhaft der Nässe und damit der Gefahr von Fäulnis ausgesetzt sind. Wenn Kaninchen oder andere Tiere ferngehalten werden sollen, hilft ein Maschendrahtgeflecht, das an den unteren Zaunbereich anschließt und zum Teil im Boden vergraben wird. Ein kahler Zaun lässt sich wunderbar mit Kletterpflanzen begrünen und wird so zum lebendigen Gestaltungselement in deinem Garten.
Gaertner Poetschkes Tipp: Verwendest du frische Weidenäste als Zaunpfosten, schlagen diese nicht selten Wurzeln und begrünen sich dann von selbst – so entsteht ein lebendiger Zaun ganz ohne zusätzliche Bepflanzung.
Häufig gestellte Fragen
Welche rechtlichen Vorgaben gelten für Gartenzäune?
Bevor du einen Zaun errichtest, solltest du dich bei deiner Gemeinde über die Bestimmungen des Nachbarrechts informieren. Oft gibt es Richtlinien zur maximalen Höhe und zur Dauerhaftigkeit der Installation. Nicht überall sind massive Unterbauten oder gemauerte Pfosten gestattet.
Wie verhindere ich, dass Holzpfosten verrotten?
Setze die Pfosten in ein Betonfundament oder verwende Pfostenschuhe aus verzinktem Metall, die in den Boden eingeschlagen werden. Achte außerdem darauf, dass Holzlatten nicht bis zum Erdboden reichen, damit sie nicht dauerhaft der Nässe ausgesetzt sind.