Regenwasser ist das beste Gießwasser überhaupt: kalkfrei, kostenlos und in idealer Temperatur. Angesichts steigender Wasserpreise und trockener Sommer wird das Sammeln von Regenwasser immer wichtiger. Schon eine einfache Regentonne am Fallrohr macht einen spürbaren Unterschied – wer es professioneller möchte, setzt auf eine Zisterne mit automatischer Gartenversorgung.
Regentonne, IBC-Container oder Zisterne?
Die Regentonne (200-500 Liter) ist der günstige Einstieg: Sie wird direkt am Fallrohr des Dachs angeschlossen und reicht für einen kleinen Garten. IBC-Container (1.000 Liter) bieten mehr Speichervolumen und lassen sich in Reihe verbinden. Eine unterirdische Zisterne (2.000-10.000 Liter) ist die Profilösung – sie versorgt den gesamten Garten per Pumpe und hält das Wasser kühl und algenfrei. Die Investition liegt bei 1.000 bis 3.000 Euro inklusive Einbau.
Installation und Filtertechnik
Schließe die Regentonne über einen Regensammler am Fallrohr an – dieser filtert groben Schmutz und leitet den Überlauf automatisch in die Kanalisation. Für Zisternen ist ein Feinfilter empfehlenswert, der Laub und Sediment zurückhält. Stelle die Regentonne erhöht auf, damit du eine Gießkanne bequem darunter halten oder einen Schlauch mit Gefälle anschließen kannst. Ein Deckel oder ein feinmaschiges Gitter verhindert, dass Mücken im stehenden Wasser brüten.
Wie viel Regenwasser kann ich sammeln?
Pro Quadratmeter Dachfläche kannst du in Deutschland etwa 500 bis 800 Liter Regenwasser pro Jahr sammeln. Ein Hausdach mit 80 Quadratmetern Fläche liefert also 40.000 bis 64.000 Liter – genug, um einen mittelgroßen Garten das ganze Jahr über zu bewässern. Schon eine Dachfläche von 20 Quadratmetern und eine 1.000-Liter-Tonne reichen für einen Reihenhausgarten.
Gaertner Poetschkes Tipp: Verbinde mehrere Regentonnen mit einem Überlaufschlauch miteinander – so füllt sich automatisch die nächste Tonne, wenn die erste voll ist, und du verlierst kein kostbares Regenwasser.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Regenwasser auch für den Rasen nutzen?
Ja, Regenwasser ist sogar besser als Leitungswasser, da es kalkfrei ist. Schließe eine Gartenpumpe an die Regentonne an und betreibe damit Rasensprenger oder Tropfbewässerung.
Muss ich Regenwasser aufbereiten?
Zum Gießen ist keine Aufbereitung nötig. Für die Nutzung im Haushalt (Toilettenspülung, Waschmaschine) ist eine Filteranlage mit Feinfilter empfehlenswert.