Wurzelläuse: Unterirdische Blattläuse im Garten bekämpfen

Wurzelläuse sind unterirdisch lebende Verwandte der Blattläuse und schädigen Pflanzenwurzeln, ohne dass man sie auf den ersten Blick sieht. Sie sind besonders schwer zu bekämpfen, da sie im Verborgenen wirken.

Was sind Wurzelläuse und wie schädigen sie Pflanzen?

Wurzelläuse leben ständig oder auch nur zeitweise unter der Erde und gehören zu den Blattläusen. Einige unterirdisch lebende Schildlausarten schädigen ebenfalls Pflanzenwurzeln. Wurzelläuse saugen an den Wurzeln und schwächen die Pflanze erheblich. Befallene Pflanzen wachsen kümmerlich und welken trotz ausreichender Bewässerung. Wurzelläuse können mehrere Jahre im Boden überdauern.

Erkennung und Bekämpfung

Wurzelläuse sind nur schwer zu bekämpfen, da sie unterirdisch leben. Im Boden lebende Wurzelläuse sind nur schwer zu erkennen. Bei Verdacht auf Wurzellausbefall sollten Sie die Wurzeln der betroffenen Pflanze ausgraben und genau untersuchen. Befallene Pflanzen sofort entfernen. Vorbeugend helfen Fruchtfolge und regelmäßiges Umgraben.

Gärtner Poetschkes Tipp: Kümmernde Pflanzen ohne erkennbaren oberirdischen Schaden sollten Sie ausgraben und die Wurzeln genau untersuchen. Weißliche, wachsartige Beläge an den Wurzeln können ein Hinweis auf Wurzelläuse sein.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich Wurzellausbefall bei Pflanzen?

Typische Anzeichen sind kümmernder Wuchs und Welke trotz ausreichender Bewässerung. Beim Ausgraben der Wurzeln finden sich oft weißliche, wachsartige Beläge oder kleine, blasse Läuse an den Wurzeln.

Welche Pflanzen sind besonders anfällig für Wurzelläuse?

Besonders häufig betroffen sind Salat, Fenchel, Karotten und verschiedene Zierpflanzen. Auch Topfpflanzen können von Wurzelläusen befallen werden, besonders wenn sie zu trocken gehalten werden.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 232, 233

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