Welkekrankheiten im Garten sind durch Pilze verursachte Erkrankungen, die die Leitungsbahnen von Pflanzen verstopfen und zum Absterben führen. Da eine Behandlung nicht möglich ist, sind Vorbeugung und frühzeitiges Erkennen entscheidend.
Wie Welkekrankheiten entstehen
Welkekrankheiten treten bei zahlreichen Pflanzenarten auf. Man erkennt eine Infektion meist an der Verfärbung der Blätter, die zunächst gelblich und später braun werden und dann abfallen. Am Ende vertrocknet die ganze Pflanze. Die Infektion erfolgt über den Boden, die Erreger dringen in die Wurzeln ein und wachsen im Innern der Pflanze in den Leitungsbahnen weiter. Dadurch verstopfen sie, sodass am Ende die Pflanze verwelkt. Welkekrankheiten lassen sich in quer geschnittenen Trieben an braunen, verfärbten Leitungsbahnen erkennen.
Vorbeugung und Maßnahmen
Befallene Pflanzen sind sofort zu entfernen und zu vernichten. Eine erfolgversprechende Behandlung von befallenen Pflanzen ist nicht möglich. Die Pilzerreger können lange im Boden überleben, daher sollten anfällige Pflanzenarten an einem anderen Standort angebaut werden. Vermeiden Sie Verletzungen an Wurzeln und Stängeln, da Pilzerreger bevorzugt durch Wunden eindringen.
Gärtner Poetschkes Tipp: Schneiden Sie einen Trieb quer durch, wenn Sie Welkekrankheit vermuten. Braun verfärbte Leitungsbahnen im Querschnitt sind ein sicheres Zeichen für eine Pilzinfektion der Leitungsbahnen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Pflanzen sind besonders anfällig für Welkekrankheiten?
Besonders häufig betroffen sind Astern, Nelken, Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Chrysanthemen und verschiedene Zierpflanzen. Die Erreger Fusarium und Verticillium überleben lange im Boden.
Wie lange überleben Welkekrankheitserreger im Boden?
Die Pilzerreger von Welkekrankheiten können viele Jahre, teilweise Jahrzehnte, im Boden überleben. Daher ist ein Standortwechsel bei anfälligen Pflanzenarten die wichtigste Vorbeugemaßnahme.