Was darf auf den Kompost? Richtig kompostieren

Aus Gartenabfällen wertvollen Humus zu gewinnen, ist einfacher als viele denken – wenn du weißt, was auf den Kompost darf und was nicht. Wichtig für den Prozess der Rotte sind ausreichende Feuchtigkeit und eine gute Luftzufuhr. Besonders gut gelingt der Kompost, wenn du als unterste Schicht holziges Material wie z. B. zerkleinerte Zweige vom Gehölzschnitt einfüllst.

Im Detail

Wichtig für den Prozess der Rotte sind ausreichende Feuchtigkeit und eine gute Luftzufuhr. Besonders gut gelingt der Kompost, wenn du als unterste Schicht holziges Material wie z. B. zerkleinerte Zweige vom Gehölzschnitt einfüllst – auf diese Weise bekommt der Komposthaufen von unten genug Luft. Dann schichtest du möglichst vielfältige und gemischte Gartenabfälle, gejätetes Unkraut, Grasschnitt, Ernteabfälle, rohe Küchenabfälle usw. zu einer Miete auf. Wichtig: Nur organische, also verrottbare Abfälle gehören auf den Kompost! Nichts zu suchen haben hier von Schädlingen oder Krankheiten befallene Pflanzenteile, Wildpflanzen, die bereits Samen angesetzt haben, Wurzelunkräuter wie Giersch, Hexenkraut, Zaunwinden u. Ä.; auch Fleisch- und Fischabfälle, behandelte Schalen von Südfrüchten, altes Brot, Exkremente von Haustieren sowie dickere Äste und andere holzige und dadurch nur langsam verrottende Gartenabfälle gehören nicht hierher. Klein gehäckselte Holzabfälle können dagegen problemlos gut gemischt mit anderen krautigen Abfällen kompostiert werden. Der fertig aufgeschichtete Kompost braucht je nach Jahreszeit und Witterung sechs bis zwölf Monate, bis die Verrottung abgeschlossen ist. Das Umsetzen des Komposthaufens nach ein paar Monaten beschleunigt die Rotte und sorgt für eine gleichmäßige Reife – wenn der Kompost sich in dunkelbraune, feinkrümelige Erde verwandelt hat, kannst du ihn auf den Beeten verstreuen und in die Erde einarbeiten oder anderweitig nutzen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Setze deinen Komposthaufen nach drei bis vier Monaten einmal um – das bringt Sauerstoff in die Miete, beschleunigt die Rotte und sorgt für gleichmäßig reifen, krümeligen Humus.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört auf den Kompost?

Auf den Kompost gehören organische, verrottbare Abfälle wie Grasschnitt, Ernteabfälle, gejätetes Unkraut und rohe Küchenabfälle. Als unterste Schicht eignen sich zerkleinerte Zweige vom Gehölzschnitt für eine gute Belüftung von unten.

Was darf nicht auf den Kompost?

Nicht auf den Kompost gehören von Schädlingen oder Krankheiten befallene Pflanzenteile, Wildpflanzen mit Samen, Wurzelunkräuter wie Giersch oder Zaunwinde, Fleisch- und Fischabfälle, behandelte Schalen von Südfrüchten sowie Exkremente von Haustieren.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

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