Gartenwege anlegen erfordert größte Sorgfalt: Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter sollen die Wege und Plätze betretbar sein. Die Wegmitte soll etwas gewölbt sein, damit Wasser abläuft und keine Pfützen entstehen. Mit dem richtigen Untergrund und guten Einfassungspflanzen werden Gartenwege zu einem echten Schmuckstück.
Planung und Absteckung von Gartenwegen
Die Grenzen des Weges legt man durch eingeschlagene Pfähle fest. Von Pfahl zu Pfahl spannt man eine Schnur. Nun sticht man die Erde ab, genau an der Schnur entlang, immer die Kanten ein wenig schräg nach innen. Die ausgeschaufelte Erde verteilt man auf das übrige Gartenland oder verwendet sie zur Neuanlage der Hecke. Die Wegmitte soll etwas gewölbt sein – denn die Mitte hat die meiste Belastung auszuhalten; sie würde bald Mulden haben, und darin stehende Pfützen tun ein Übriges, um die Mulden zu vertiefen. Jetzt stampft man den ausgeschaufelten Weg gut fest.
Untergrund und Belag für dauerhafte Gartenwege
Ist der Untergrund gut festgestampft, bringt man wasserdurchlässiges Material etwa 10 cm hoch auf den Weg. Schlacke, zerkleinerte Steine oder Ziegelsteinschotter erfüllen den Zweck. Man achtet darauf, dass die größten Stücke an die Seiten kommen und die Wölbung in der Mitte gut zur Geltung kommt. Jetzt wird feiner Sand oder Kies auf der Oberfläche gleichmäßig verteilt. Danach schlämmt man die Oberfläche gut ein. Nach dem Einschlämmen wird neuer Sand, Kies, Schlacke oder Splitt aufgeschüttet. So entsteht ein stabiler, wasserdurchlässiger Weg, der auch bei starkem Regen begehbar bleibt.
Wegekanten und Einfassungspflanzen richtig anlegen
Die Wegekanten sieht man vielfach falsch angelegt. Wer Einfassungssteine verwendet, sollte diese niemals höher als etwa 5 cm über den Weg legen. Über die Beetebene soll die Einfassung nicht herausragen. Ziegelsteine oder Zementkanten, die es meterweise fertig zu kaufen gibt, sind hier zweckmäßig. Der Kopf der Zementkanten soll zum Weg hin abgerundet sein, nicht zum Beet hin. Jeder Gartenweg wird erst schön, wenn er zu beiden Seiten von einer Rabatte geeigneter Einfassungspflanzen begrenzt wird. Gute Dauerblüher oder Stauden beleben jeden Gartenweg und geben ihm ein gepflegtes Aussehen.
Häufig gestellte Fragen
Warum soll die Mitte eines Gartenweges gewölbt sein?
Die gewölbte Wegmitte sorgt dafür, dass Regenwasser seitlich abläuft und keine Pfützen entstehen. Stehende Pfützen vertiefen sich mit der Zeit und beschädigen den Weg.
Welches Material eignet sich am besten als Untergrund für Gartenwege?
Wasserdurchlässiges Material wie Schlacke, zerkleinerte Steine oder Ziegelsteinschotter in etwa 10 cm Stärke bildet einen stabilen Untergrund. Darüber kommt feiner Sand oder Kies als Deckschicht.