Typische Schadbilder bei Viruserkrankungen von Pflanzen

Viruserkrankungen bei Pflanzen zeigen sich durch charakteristische Schadbilder, die sich von anderen Pflanzenkrankheiten unterscheiden. Wer die typischen Symptome kennt, kann schnell handeln und eine weitere Ausbreitung verhindern.

Mosaikflecken und Farbveränderungen

Typisch für Virosen sind weißliche bis gelbliche Mosaikflecken auf Blüten und Blättern. Auch hell werdende Blattadern weisen auf eine Viruserkrankung hin. Streifige Farbfehler deuten ebenfalls auf eine Infektion hin. Bleibt es bei Veränderungen der Farbe, handelt es sich meist um harmlose Viruserkrankungen.

Schwerwiegende Virusschäden: Kümmerwuchs und Absterben

Es gibt aber auch Viren, die Triebspitzen und andere Teile der Pflanzen vertrocknen lassen und ganze Pflanzen oder Pflanzengruppen zum Absterben bringen. Auch Kümmerwuchs und auffällig verformte Pflanzen deuten auf eine Viruserkrankung hin. Treten diese typischen Schadbilder auf, hilft nur noch, die befallenen Pflanzen schnellstmöglich zu vernichten. Eine Bekämpfung von Viruserkrankungen mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich.

Gärtner Poetschkes Tipp: Schicken Sie bei unklaren Schadbildern typische Befallsteile zur Beratung an eine Pflanzenschutzstelle oder ein Gartencenter. Eine genaue Diagnose ist die Grundlage für die richtigen Maßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Mosaikflecken bei Pflanzen?

Mosaikflecken sind unregelmäßige, hell-dunkel gemusterte Verfärbungen auf Blättern oder Blüten, die typisch für Virusinfektionen sind. Sie entstehen, weil der Virus die Chloroplastenbildung in den Zellen stört.

Kann ich eine Pflanze mit Viruserkrankung noch retten?

Nein. Viruserkrankungen bei Pflanzen sind nicht heilbar. Befallene Pflanzen müssen sofort entfernt und vernichtet werden, um eine Ausbreitung auf gesunde Pflanzen zu verhindern.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 224

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