Trockenheitsresistenter Rasen: Sorten für den Klimawandel

Die Sommer werden heißer und trockener – und klassische Rasenmischungen stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Trockenheitsresistente Rasensorten bilden tiefere Wurzeln, verdunsten weniger Wasser und erholen sich nach Dürrephasen schneller. Wer seinen Rasen klimafit machen möchte, sollte bei der nächsten Nachsaat oder Neuanlage auf zukunftssichere Sorten setzen.

Welche Gräser vertragen Trockenheit am besten?

Rohrschwingel (Festuca arundinacea) ist der Champion unter den trockenheitsresistenten Rasengräsern. Seine Wurzeln reichen bis zu 60 Zentimeter tief und erreichen Wasserreserven, an die andere Gräser nicht herankommen. Wiesenrispe (Poa pratensis) bildet unterirdische Ausläufer und regeneriert sich nach Trockenstress besonders schnell. Schafschwingel (Festuca ovina) ist extrem genügsam und kommt auf mageren, sandigen Böden gut zurecht. Moderne RSM-Mischungen für trockenheitsresistenten Rasen kombinieren diese Sorten in optimalen Anteilen.

Bestehenden Rasen klimafit machen

Du musst nicht gleich den gesamten Rasen neu anlegen. Säe in bestehende Flächen trockenheitsresistente Sorten nach – am besten nach dem Vertikutieren im September, wenn der Boden noch warm ist. Rohrschwingel lässt sich gut in bestehende Grasnarben integrieren. Parallel dazu hilft Sanden, um die Drainage zu verbessern, und regelmäßiges Aerifizieren, um das Tiefenwachstum der Wurzeln zu fördern.

Pflege trockenheitsresistenter Rasen

Auch trockenheitsresistenter Rasen braucht Pflege, allerdings weniger Wasser als klassische Mischungen. Mähe höher als gewöhnlich – mindestens 5 Zentimeter – und dünge moderat. Trainiere den Rasen, indem du seltener, dafür durchdringend wässerst: Das zwingt die Wurzeln in die Tiefe und macht den Rasen langfristig robuster. Mulchmähen liefert zusätzlich Nährstoffe und hält die Feuchtigkeit im Boden.

Gaertner Poetschkes Tipp: Wässere neuen Trockenrasen in den ersten Wochen noch normal – erst wenn die Gräser etabliert sind, reduzierst du schrittweise die Bewässerung und trainierst die Wurzeln in die Tiefe.

Häufig gestellte Fragen

Ist Trockenrasen auch belastbar?

Ja, besonders Rohrschwingel ist sehr trittfest und eignet sich für Gebrauchsrasen. Er ist sowohl trockenheitsresistent als auch belastbar.

Kann ich Trockenrasen-Samen mit normaler Rasenmischung mischen?

Ja, das ist sogar sinnvoll. Eine Beimischung von 30 bis 50 Prozent Rohrschwingel macht jede Standardmischung deutlich trockenheitsresistenter.

AI-generated content – Gaertner Poetschke Editorial

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